
Attendorn, 04.07.2010 01:30 Uhr
10.000 Euro Zuschuss wollen die Betreiber des Biggolino jährlich von der Stadt Attendorn bekommen. Nachdem das Geld im vergangenen Jahr als Anschubfinanzierung an die BGT (Biggetal Gastronomie& Touristik GmbH) ausgezahlt worden ist, war die Problematik in dieser Woche Thema im Hauptausschuss.
2009 hatte die Stadt die geforderten 10.000 Euro bezahlt. Auch für 2010 wurde das Geld erst einmal im Haushalt eingestellt, obwohl "der damaligen politischen Entscheidung keine Aussprache voran ging, aus der die Intention sowie die Bedingungen für diese städtische Subventionsleistung zu erkennen sind und es auch im Aktenvorgang lediglich einen handschriftlichen Vermerk des damaligen Bürgermeisters gibt, wonach den Betreibern eine jährliche Unterstützung von 10.000 Euro vorbehaltlich der Haushaltsentscheidung zugesagt worden sei", wie es in der Sitzungsvorlage heißt.
Bürgermeister Wolfgang Hilleke ist der Meinung, dass die zukünftigern Subventionen der Stadt nur dann gewährt werden können, wenn der Betrieb des Biggolinos nachweislich nicht kostendeckend ist. Auf die Bitte, die Betriebskostenabrechnung des Biggolinos für das Jahr 2009 vorzulegen, reagierte die BGT mit einem Antwortschreiben in dem steht: "Unseres Erachtens soll mit dem Kostenzuschuss eine moderate Preisgestaltung sicher gestellt werden, damit viele Attendorner und Gäste diese Verbindung zwischen Stadt und dem Naherholungsgebiet Biggedamm nutzen können. (...) Ein Nachweis über die Betriebskosten wurde nie vereinbart und wird daher auch nicht für Dritte aufgestellt."
Bürgermeister Hilleke ist jedoch der Meinung, "dass nach der 2009 gewährten Anschubfinanzierung weitere Zuschüsse an die BGT zwingend von der Vorlage entsprechender Betriebskostennachweise abhängig zu machen sind. Alle anderen Zuschussempfänger, wie beispielsweise die Vereine, müssen auch entsprechende Verwendungsnachweise vorlegen."
Viel Zustimmung für diese Vorgehensweise bekam Hilleke in der vergangenen Woche im Hauptausschuss, der sich einstimmig dem Vorschlag anschloss, dass lediglich in dem Fall, dass der Biggolino defizitär betrieben wird, ein Zuschuss gezahlt werden kann.
"Der Biggolino gehört mittlerweile unzweifelhaft zum touristischen Bild unserer Stadt. Dennoch kann es nicht Aufgabe der Stadt sein, ein privates Unternehmen dauerhaft zu subventionieren", erklärt Bürgermeister Hilleke. "Ich gehe auch davon aus, dass es gar ich notwendig ist, da der Biggolino nach meiner Einschätzung inzwischen angenommen wird und er sich deshalb finanziell bereits selbst tragen dürfte."
* Bitte halten Sie sich an die Netikette und vermeiden persönliche Anschuldigungen, Beleidigungen und Ähnliches. Verbreiten Sie außerdem keine Unwahrheiten, Vermutungen, Gerüchte sowie rufschädigende oder firmeninterne Informationen. Beachten Sie die Rechte Anderer und urheberrechlich geschützter Quellen. Bei rechtlichen Verstößen haften Sie in vollem Umfang. Aus diesem Grund sind wir gezwungen, Ihre IP-Adresse und Ihren Provider zu speichern. Mit dem Speichern Ihres Kommentars erklären Sie sich mit diesen Regelungen einverstanden.
- Die große Wochenzeitung im Sauerland