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„Sehr sensible Geschichte“

Sauerland, 13.11.2006 02:41 Uhr (SK)

Bestwig. (bt)
„Die Entscheidung ist völlig offen“, sagt Bürgermeister Ralf Péus zu einer möglichen Errichtung eines Gebäudes des Sozialwerks St. Georg für 24 Menschen mit psychischen Störungen sowie Abhängigkeitserkrankungen auf dem ehemaligen VEW-Gelände im Ortskern von Bestwig.

Zunächst soll die Meinung der Bürger in einer Einwohnerversammlung am morgigen Donnerstag, 9. November, um 19 Uhr im großen Bürgersaal des Bürger- und Rathauses gehört werden, bei dem Vertreter des Sozialwerks St. Georg Informationen zu den Patienten der angedachten Einrichtung und der baulichen Planung geben werden.
„Eine sensible Geschichte“, findet Péus, da der Bau einer solchen Einrichtung immer von den Bürgern und insbesondere den Nachbarn mit Vorbehalten und Ängsten verbunden sei. Der Bürgermeister will zunächst die Reaktionen aus der Bürgerversammlung abwarten und dann entscheiden, ob das Projekt weiter verfolgt wird. Er selbst hat sich eine solche Einrichtung bereits angesehen und ist überzeugt vom vorgelegten Konzept.

„Die Nachbarn mitnehmen“

„Die Nachbarn mitnehmen“ möchte Frank Valenbreder, kaufmännischer Leiter des Sozialwerks St. Georg im Geschäftsbereich Westfalen-Süd, mit Sitz in Schmallenberg. Das Klientel der Einrichtung sollen Suchtmittelerkrankte sein, „die trocken sind, aber weiter stabilisiert werden müssen“, erklärt Valenbreder.

Er verweist auf das Beispiel Eslohe, wo das Sozialwerk kürzlich eine Einrichtung für geistig Behinderte gebaut hat und es ebenfalls im Vorfeld große Vorbehalte gab. „Hier haben wir heute ein hervorragendes Verhältnis mit den Nachbarn“, sagt Valenbreder, der überzeugt ist, dass die Ängste im Rahmen der Bürgerversammlung durch die Vertreter des Sozialwerks ausgeräumt werden können.

 

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