Medebach, 22.11.2006 00:00 Uhr (SK)
SG mit Heimsieg gegen Müschede — Keine Chance für SVO
Düdinghausen/Oberschledorn/Hallenberg. (hub)
Ihre aufsteigende Tendenz bestätigte die SG Grafschaft am Wochenende beim 3:0 Heimsieg gegen den TuS Müschede. Dabei zeigte die Mannschaft von Spielertrainer Christoph Brieden ein ganz anderes Gesicht als noch vor ein paar Wochen. Man zeigte sich aggressiv in den Zweikämpfen und spielte schnell und zielstrebig nach vorn. Dementsprechend froh war SG-Coach Christoph Brieden: "Es geht eindeutig bergauf bei uns. Ingesamt bin ich sehr zufrieden, wir haben den wenigen Zuschauern, die dem Dauerregen getrotzt haben, phasenweise guten Fußball gezeigt. Endlich einmal haben wir unsere Chancen konsequent nutzen können, zudem waren alle Tore sehr schön herausgespielt." Dabei sah es personell vor dem Anstoß gar nicht gut aus. Martin Weddemann fiel kurzfristig mit Grippe aus, der Trainer selbst nahm angeschlagen auf der Bank Platz. "Neben Ersatzkeeper Axel Holtkotte hatten wir mit Matthias Ricke nur einen echten Ersatzspieler an Bord. Da zudem noch einige Spieler Blessuren mit in die Partie genommen haben, war ich froh, dass alle durchspielen konnten. Ich hätte Matthias Ricke gern eher ins Spiel gebracht, da er bereits mehrfach gezeigt hat, dass er als Einwechselspieler sofort da ist. Mit Blick auf die personelle Situation konnte ich ihn jedoch erst 15 Minuten vor dem Ende bringen." Aus einer guten Mannschaft stach die Abwehr mit Ralph Westhelle, Felix Kaufhold und dem seit Wochen in bestechender Form spielendem Stefan Eickhoff hervor. Zum Rückrundenauftakt reist die SG am Samstag zum BC Eslohe. Der Coach hofft auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends: "Gegen Eslohe gab es immer packende und enge Spiele. Wir müssen die starken Einzelspieler in den Griff bekommen und aus einer sicheren Abwehr agieren. Wir wollen mindestens einen Punkt mit auf die Heimreise nehmen, damit wir noch einen versöhnlichen Abschluss der insgesamt doch enttäuschenden Hinrunde feiern können."
Nichts zu holen gab es für den SV Oberschledorn bei der 6:2 Niederlage beim Tabellenführer Sundern. Ehe man sich an den glitschigen Kunstrasen gewöhnt hatte, lag man bereits mit 0:2 Toren hinten. Danach fand man zwar einigermaßen in die Partie, in den entscheidenden Situation war der Klassenprimus aber zur Stelle. Dazu Trainer Wolfgang Padberg: "Wir haben in beiden Halbzeiten die ersten 15 Minuten verschlafen und in dieser Zeit fünf Gegentreffer kassiert. Da waren wir einfach zu weit weg von den Gegenspielern und haben die Sunderaner kombinieren lassen. Das hat der Tabellenführer dann eiskalt ausgenutzt. Die haben schon eine immens spielstarke Mannschaft. Ich gehe davon aus, dass Sundern zusammen mit Birkelbach den Titel ausspielen werden. Unter dem Strich kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat gut dagegen gehalten. Das Ergebnis ist auch um zwei Tore zu hoch ausgefallen."
Samstag Altkreisderby
Am Samstag erwartet der SVO um 16 Uhr den TuS Union Scharfenberg zum Altkreisderby in Deifeld. Laut Padberg möchte man sich mit einem Sieg in die Winterpause verabschieden: "Zum Abschluss möchten wir unseren Fans noch einmal ein gutes Spiel zeigen. Bei einem Sieg hätten wir bereits 27 Punkte auf der Habenseite und damit die Erwartungen mehr als erfüllt. Personell kann ich aus dem Vollen schöpfen."
Der FC Nuhnetal konnte im Abstiegsfight gegen die Sportfreunde Edertal einen ganz wichtigen Heimsieg verbuchen. Durch das 1:0 konnte man zum ersten Mal seit Wochen den letzten Tabellenplatz verlassen und hat den Anschluss an die Nicht-Abstiegsränge herstellen können. Dabei sah es in der ersten Halbzeit gar nicht gut aus, man konnte froh sein, nicht mit einem Rückstand in die Kabine zu gehen. Erst nach der Pause kam der FC-Motor auf Touren und brachte den Sieg unter Dach und Fach. Trainer Hans-Jürgen Köhne war sichtlich erleichtert: "Wie schon die letzten zwei Spiele gegen Menden und Müschede haben wir die erste Halbzeit total verschlafen und Edertal wieder zuviel Platz im Mittelfeld überlassen. Dadurch konnte Edertal sich ein Übergewicht in der ersten Halbzeit erarbeiten und hatte zwei Möglichkeiten in Führung zu gehen. Nach der Halbzeit haben die Zuschauer dann einen völlig anderen FC Nuhnetal gesehen. Wir haben Edertal in die eigene Hälfte gedrückt und gezeigt, dass wir das Spiel gewinnen wollen. Nach dem 1:0 durch Samir Shala hatten wir noch drei bis vier hochkarätige Chancen, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Diese haben wir nicht nutzen können, sodass es bis zur letzten Minute spannend blieb. Hervorheben möchte ich neben dem Torschützen Shala Kapitän Jan Pfänder und Torwart Timo Dworiankin." Am Wochenende wird die Aufgabe ungleich schwieriger, wenn der FC bei den SF Birkelbach antreten muss. Köhne schätzt die Lage realistisch ein: "Wenn wir gegen Birkelbach wieder den Beginn verschlafen, wird das Spiel nach 20 Minuten entschieden sein. Birkelbach ist die Mannschaft der Stunde, von daher wäre es schon eine Sensation, wenn wir einen Punkt holen könnten. Wir fahren aber nicht nach Birkelbach um uns vorher schon geschlagen zu geben."
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