Siegen, 04.02.2007 00:00 Uhr (tip)
Bardolino. (tip)
Der Ausflug führte die anwesende Journalistenschar am Samstagvormittag nach Verona. Im 2000 Jahre alten Amphittheater fällte der Statthalter damals schwerwiegende Entscheidungen. Sein Daumen zeigte im Anschluss an die Gladiatorenkämpfe das Signal für Leben oder Tod an. Über solche Schicksale muss Ralf Loose zwar nicht urteilen. Aber dennoch kristallisieren sich erste Entscheidungen für den Rückrundenstart der Sportfreunde Siegen heraus. Die Spieler machen es ihm nicht leicht. Mit viel Einsatz und Kampfeswillen sind sie bei der Sache. Irgendwie doch wie die Gladiatoren vor 2000 Jahren. Die Spiele haben begonnen.

Immer wieder entwischte der pfeilschnelle und dribbelstarke David Ulm seinen Gegenspielern.

Gaetan Krebs verwandelte den Elfmeter sicher zur 1:0-Führung.
Tatsächlich gehörten die Neuen auch zu den auffälligsten Akteuren auf dem Trainingsplatz Nummer drei des Hotel Veronello. Allen voran David Ulm zeigte sich in einer tollen Verfassung. Immer wieder brach der quirrlige Stürmer durch die Abwehrreihen. Mit Dribblings und Übersicht ähnelte er seinem Freund und Teamkollegen Gaetan Krebs. "Er war der torgefährlichste Mann auf dem Platz", lobte Loose den Neuerwerb. Es ist wohl nicht zu viel versprochen wenn man sagt: Auf dieses französische Duo dürfen sich die Siegener Zuschauer freuen. Krebs war es dann auch, der die 1a-Mannschaft in der zehnten Minute durch einen verwandelten Foulelfmeter 1:0 in Führung brachte. In der 2 mal 25 Minuten dauernden Testpartie glich Youssef Sofiane acht Minuten später nach einer schönen Hereingabe Andreas Nauroths zum 1:1-Endstand aus.

Rosario und Gerold Schmidt, Christoph Dornebusch sowie Karl-Hermann und Rosi Fuckert machten sich vor Ort ein Bild von der Arbeit des Teams im Trainingslager.
Ursprünglich war für Sonntagabend ein Ausflug nach Mailand ins Auge gefasst worden. Dort wollte sich der Sportfreunde-Tross die Partie Inter gegen AS Rom anschauen. Die Absage des kompletten Fußball-Spieltages in Italien als Folge der Fan-Krawalle kam dieser Planung jedoch in die Quere. Die Verantwortlichen hoffen allerdings, davon eventuell noch profitieren zu können. Derzeit laufen Gespräche, ein Testspiel gegen ein Serie-A-Team zu organisieren. Vielleicht gegen Chievo Verona, die von Bardolino nur wenige Kilometer entfernt zu Hause sind.
Text und Fotos: Tim Plachner
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