Sundern, 02.04.2007 16:12 Uhr (wbr)
Kreis. (SK)
Der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Gerd Stüttgen kritisiert den Weg der Landesregierung bei den Rundfunkgebühren. Seiner Meinung nach verhindere die schwarz-gelbe Koalition die Entlastung sozial Schwacher.
„CDU und FDP blockieren im Landtag in Düsseldorf eine Verständigung aller Fraktionen, die Befreiung von Rundfunkgebühren für Geringverdiener zu erleichtern. In letzter Minute hat die Regierungskoalition einen entsprechenden fraktionsübergreifenden Antrag verhindert.
Viele Menschen auch bei uns, die nur über ein kleines Einkommen verfügen, werden von der schwarz-gelben Koalition im Stich gelassen. Sie müssen nun sehen, wo sie das Geld an anderer Stelle einsparen oder eben auf Radio und Fernsehen ganz verzichten. Das ist ein Skandal", erklärte der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Gerd Stüttgen.
„Als stellvertretendes Mitglied im Petitionsausschuss weiß ich, das im Landtag Körbe von Eingaben von Menschen eingegangen sind, die sich für eine Gebührenbefreiung einsetzen und eine Korrektur des Rundfunkstaatsvertrages fordern."
Diese Forderung werde von der SPD-Landtagsfraktion ausdrücklich unterstützt und sei in dem Antrag aufgegriffen worden.
Hintergrund sei der 8. Rundfunkänderungsstaatsvertrag vom April 2005, bei dem das Verfahren und die Voraussetzungen zur Befreiung von der Rundfunkgebührenpflicht geändert wurden, erläuterte Stüttgen. „Diese Neuregelung hat dazu geführt, dass die Zahl der Befreiungen deutlich gesunken ist, obwohl sich die Einkommenssituation der Betroffenen nicht verbessert hat.
Hauptsächlich betroffen sind Sozialgeld- oder Arbeitslosengeld II-Bezieher, die einen befristeten Zuschlag erhalten.“ Hinzu kämen Personen, deren Einkommen die Bedürftigkeitsgrenze knapp überschreite, sowie junge Menschen, die ein freiwilliges soziales Jahr absolvierten.
„Diese engagierten jungen Leut erhalten für ihren Einsatz nur ein monatliches Taschengeld von 150 Euro. Auch für sie ist die Rundfunkgebührenpflicht in Höhe von monatlich rund 17 Euro eine viel zu hohe Belastung. Da muss nachgebessert werden. Die Verweigerung von CDU und FDP ist vor diesem Hintergrund schäbig“, betonte Stüttgen.
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