Schmallenberg, 02.05.2007 00:00 Uhr (hsb )
Tradition seit 1951 — Fester Bestandteil vieler Schützenfeste
Holthausen. (hsb)Mit eigens hergestellten Fahnen traten sie zwischen 1951 und 1955 oftmals auf, unter anderem auch in Leverkusen und Kevelaer und brachten eine Reihe von Medaillen mit nach Hause. Nach einem Vorstandswechsel im Schützenverein wurden die Auftritte nicht mehr gern gesehen und so wurden in den 60er Jahren nur noch sporadisch die Fahnen geschwungen.
Erst 1974, im Rahmen des Wettbewerbs "Unser Dorf soll schöner werden" wurde die Gruppe von sechs Dorfbewohnern wieder gegründet. Im Jahr 1979 gewann Holthausen dann die Goldmedaille und bei der offiziellen Übergabe im Berliner Kongresszentrum traten die Fahnenschwenker vor etwa 3000 Zuschauern auf.
Sieben Mitglieder sind es heute, die unter der Leitung von Patrick Hennemann diese Tradition weiterführen. "Mit sechs Fahnen wird synchron nach dem Walzer-Takt geschwenkt", so Hanjo Fromme.
Dahinter steht ein religiöser Aspekt: durch acht Figuren, die von links oder rechts gezogen werden, wird die Fesselung und Entfesselung des Heiligen Sebastian, Schutzpatron des Schützenbundes und gleichzeitig der Schützenbruderschaft Holthausen-Huxel, dargestellt. Dreimal werden die kompletten Figuren bei einem Auftritt vorgeführt. Die Fahne, auf der der Heilige Sebastian dargestellt ist, ist in vorderster Reihe zu sehen.
Die weiteren Fahnen zeigen den heiligen Michael, Kirchenpatron in Holthausen, das Wappen des Schützenbundes Sauerland, der Stadt Schmallenberg, der Altgemeinde Oberkirchen und das Wappen Westfalens.
Die Darbietungen der Holthausener Fahnenschwenker sind fester Bestandteil des eigenen Schützenfestes; aber auch in einigen Nachbarorten sowie auf Jubiläumsschützenfesten sind sie nicht mehr wegzudenken.
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