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Sturmholz geht nach Asien

Überregional, 02.05.2007 00:00 Uhr (urg )

Interessanter Waldbegang des Ausschusses in Bad Fredeburg

Bad Fredeburg. (urg)
Wie schon in der Bad Fredeburger Bezirksausschusssitzung bekannt gegeben, fand nunmehr der Waldbegang der Ausschussmitglieder und Bürger unter Leitung von Forstoberamtsrat Siegfried Hunker in den Waldflächen rund um Bad Fredeburg statt. Es ging nicht allein um Besichtigungen von Sturmschäden, sondern auch die Aufarbeitung des angefallenen Holzes sowie dessen Vermarktung stand auf der Tagesordnung.
Im Bad Fredeburger Forstrevier sind rund 27.000 Festmeter Fichtenholz durch den Sturm angefallen. Wie Hunker erklärte, sei der größte Teil der Bäume durch den so genannten Domino-Effekt gefallen. Vor dem Januarsturm habe es mehrere Wochen geregnet. Dadurch sei der Boden aufgeweicht gewesen. Die vom Sturm umgedrückten Bäume hätten dann die anderen mit gerissen.
Große Sorgen bereitet nun der Borkenkäfer, erklärt der Forstexperte. Bei Befall kann der Wert des Holzes bis 30 Prozent sinken. Aus diesem Grund werden die großen Holzlager durch Besprengen mit Wasser konserviert. Daneben gibt es noch die Lebend-Konservierung. Der Baum wird nicht gefällt, solange er einen Teil seines Wurzelwerkes noch im Boden hat. Die heimischen Sägewerke nehmen einen Großteil des Holzes ab, aber auch das Ausland interessiert sich für sauerländisches Holz. So werden größere Mengen der Bad Fredeburger Fichten in China, Korea, Dubai und in den Vereinigten Emiraten verarbeitet werden. In den Vereinigten Emiraten gibt es allerdings keine Sägewerke. Hier werden die Bäume als Rammpfähle benutzt. China nimmt nur Holz ab, wenn es vorher gegen den Borkenkäfer gespritzt oder begast wurde. Es wird in Container verladen mit einem Volumen von etwa 30 Festmeter. Die Containerbeschickung (auf Lkw) mit Bäumen erfolgt bereits schon hier am Holzlagerplatz. Ausfuhrhafen ist Antwerpen. Rund 4,5 Stunden benötigt der Container-Lkw für die Strecke Bad Fredeburg — Antwerpen. Auf dem Schiff werden dann 2800 bis 3000 Container gestapelt bis die Reise losgeht. 1200 Euro Fracht kostet ein Container.
Auf Fragen versichert Hunker, dass auch in Zukunft trotz des Sturmes im Schmallenberger Stadtwald der jährliche Holzeinschlag weiter erfolgt. Allerdings wird das Ernten von Fichtenholz von bisher 20.000 Festmeter auf 15.000 Festmeter reduziert. Dafür wird aber der Laubholzeinschlag erhöht.

 

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