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Kühe auf höchstem Bauernhof NRWs locken die Touristen

Überregional, 03.06.2007 00:00 Uhr (jti )

Gläserner Bauernhof in Hoheleye zum "Tag der Milch" am Freitag vorgestellt

Hoheleye. (jti)
Am Freitag war bundesweiter "Tag der Milch". Diesen Tag gibt es auf dem Bauernhof von Familie Dienst in Hoheleye praktisch jeden Tag. Denn Bauer Jörg Dienst muss sich jeden Tag um seine 25 Milchkühe kümmern. Wo die Milch her kommt, können alle Interressierten dort jederzeit sehen, denn der neue Stall auf dem höchstgelegenen Bauernhof Nordrhein-Westfalens ist "gläsern". Aus diesem Grunde wurde am Donnerstag zum Besichtigungstermin in Hoheleye eingeladen. Mit von der Partie war auch Josef Peitz, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbands Hochsauerland.
Familie Dienst betreibt neben dem Bauernhof zwei Ferienwohnungen sowie seit dem vergangenen Jahr die "Hoheleyer Hütte" direkt am Rothaarsteig gelegen. Dadurch kamen immer wieder Nachfragen von Gästen und Wanderern, besonders mit Kindern, ob sie beim Melken zuschauen dürften. Dies führte des Öfteren zu Problemen mit den Tieren.
Nachdem der Stall dann vor zwei Jahren abgebrannt war, stand zur Debatte, ob die Familie weiter Milchviehwirtschaft betreiben wollte. Die Entscheidung fiel letztendlich leicht, allerdings sollte der neue Stall völlig anders aussehen als der alte. "Die Gäste sollen beim Melken zuschauen können, aber nicht stören", so Jörg Dienst.
Also wurde eigens ein Gang für die Besucher gebaut, der jederzeit offen steht. Von dort aus kann man den Melkstand beobachten oder die drei Kälbchen in der Box streicheln. Auch Ziegen, Schafe, Ponys, Hasen, Meerschweinchen und ein Hund sind immer wieder der Renner bei den kleinen Besuchern.
Josef Peitz ist begeistert vom Konzept der Familie Dienst. "Es ist verdienstvoll, in dieser Höhenlage Vieh zu halten und das Grünland zu pflegen." Er sprach auch die aktuelle Situation der Milchbauern allgemein an, die etwa 24 Cent für den Liter Milch bekommen. "Die Bauern zahlen bei der Milchviehhaltung fast drauf." Jörg Dienst erreicht mit seinen Kühen eine Milchquote von 200.000 Kilogramm. Um die Anlagen auszulasten hätte er gerne 150.000 Kilogramm mehr. Doch diese Kapazitäten zuzukaufen, wäre ihm zu viel. Die Milchquotenregelung gilt als sehr umstritten.
Die Bauern sähen es gerne, wenn diese auslaufen würde, doch dies geschieht nach aktueller Regelung frühestens 2015.
Den Kühen im Hochsauerlandkreis, die pro Jahr im Schnitt 7836 Kilogramm Milch geben, ist es egal. Die Kühe von Jörg Dienst freuen sich jedenfalls, ebenso wie die Familie auf viele Besucher an ihrer Hütte und in ihrem Stall.

 

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