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Roter Teppich und Kindersekt für die kleinen Premierengäste

Siegen, 02.09.2007 00:00 Uhr (abu/sabs )

Apollo-Theater am Freitagnachmittag eröffnet — Bau-Minister Oliver Wittke zeigte sich begeistert

Siegen. (abu/sabs)
Nicht Minister, nicht Bürgermeister und nicht Landrat: Es waren die Kinder, für die am am Freitagnachmittag der rote Teppich ausgerollt wurde. Mit strahlenden Augen und großer Vorfreude suchten sie ihre Plätze, um die allererste Aufführung im Siegener Apollo-Theater zu verfolgen.Standesgemäß und stilecht werden die etwa 550 Premierengäste mit Kindersekt begrüßt. Anschließend bevölkern die kleinen Menschen den Großen Saal, plappern wild durcheinander und sind gespannt auf den Moment, in dem sich der Vorhang hebt.
Die Premiere des Märchens "Die verzauberten Brüder" von Jewgeni Schwarz war Mädchen und Jungen bis 12 Jahren vorbehalten und das aus gutem Grund: "Die Entscheidung, mit einem Kinderstück zu eröffnen, ist ein Signal, welchen Stellenwert das junge Publikum bei uns hat", so der Intendant Magnus Reitschuster. Erst im Anschluss an die Premiere durfte die versammelte Politikprominenz das neu eröffnete Apollo-Theater eröffnen.
Als "einen historischen Tag für die Stadt Siegen" bezeichnete Bürgermeister Ulf Stötzel den Termin der Apollo-Eröffnung. Speziell vor dem Hintergrund der Geschichte der Krönchenstadt verdienten "die Schöpfer des Siegener Theater-Wunders" seine Hochachtung. "Aus den Tiefen der Schächte sind wir gekommen. Über Bunker und Schulaulen haben wir uns emporgearbeitet. Heute, am 31. August, leuchtet Siegen. Ich bin überglücklich, dass dieser Festakt zu einer meiner letzten herausragenden Amtshandlungen als Bürgermeister der Stadt Siegen zählt."
Ganz besonders erfreut über das Apollo-Theater zeigte sich auch der amtierende Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Oliver Wittke. Gerade angesichts der Tatsache, dass viele Städte und Gemeinden im Blick auf zunehmend leere Kassen eher darüber nachdächten, Kulturhäuser zu schließen, als neue zu errichten, sei es schon bemerkenswert, wenn eine Stadt sich in dieser Situation noch ein Theater leiste, so der Politiker, der sich ähnlich wie Ulf Stötzel-positiv über das "vorbildliche" bürgerschaftliche Engagement hinsichtlich des Apollos äußerte. "Das Theater wird zweifellos ein Gewinn für die gesamte Stadt und das Umland sein", erklärte Wittke.
Abgerundet wurde die "politische Eröffnung" mit Szenen aus dem Stück "Busch-Brüder oder die Heimkehr" von Magnus Reitschuster sowie der Schlussszene aus der Eröffnung "Die verzauberten Brüder". An den Geiger Adolf Busch erinnerte der Konzertmeister der Philharmonie Südwestfalen, Sohei Takahata, der Chaconne von Johann Sebastian Bach spielte.
Eine Minute vor 24 Uhr wurde in der Nacht zu heute der Eröffnungsreigen fortgesetzt. Das erste Konzert stand auf dem Programm. Auf der Bühne: Dieter Falk, gebürtiger Siegener und erfolgreicher Musikproduzent. Er stellte sein neues Programm "A Tribute for Paul Gerhardt" vor. Unterstützt wurde der von Franziska Urio (DSDS). Auch heute werden die Ränge im Apollo nicht leer bleiben. Eine ökumenische Feierstunde (14 Uhr) wird das Eröffnungs-Wochenende abschließen. Eine Woche nach der großen Eröffnung, am Sonntag, 9. September, lädt das Apollo-Theater zu einem Tag der offenen Tür ein. Das Programm beginnt um 11 Uhr mit einer Vorstellung "Die verzauberten Brüder". Nach dieser Familienvorstellung wird für die Kleinsten eine Kinderführung angeboten. Zum Abschluss des Tages (18.30 Uhr) geben sich "Weigand & Genähr" die Ehre.

 

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