
Die Caritas-Werkstatt im Gewerbegebiet Enste ist für insgesamt 120 Menschen mit Behinderungen konzipiert. Rund 2,5 Millionen Euro hat der Neubau gekostet. Foto: SK
Meschede-Enste. (SK)
"Endlich da", so formulierten es laut Sozialarbeiter Ulrich Kaupen die Menschen mit Behinderungen, die die neue Werkstatt im Gewerbegebiet in Meschede-Enste bezogen. "Endlich seid Ihr hier", so hörte man von Politik und Verbänden aus Meschede. Bereits vor vielen Jahren kam der Wunsch auf, eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen auch am Standort Meschede haben zu wollen. Neben den Werkstätten im Hochsauerlandkreis in Brilon, Marsberg (Caritas-Verband Brilon) und Schmallenberg (St. Georg) unterhält der Caritas-Verband Arnsberg-Sundern bislang Werkstätten an den Standorten Arnsberg und Neheim. Somit mussten die Menschen mit Behinderungen aus der Stadt Meschede, die zum Einzugsbereich der Caritas-Werkstätten Arnsberg gehören, weite Wege in Kauf nehmen.
Erstmals neues Konzept
Aber nicht nur der kurze Anfahrtsweg macht die neue Werkstatt innerhalb von kürzester Zeit beliebt. Die dort tätigen Menschen mit Behinderungen sind auch von dem hellen und freundlichen Gebäude begeistert. Für Meschede und insbesondere das Gewerbegebiet Enste stellt die Einrichtung eine gute Ergänzung der vorhandenen Firmen dar.
Am Heerweg 1 in Meschede-Enste ist ein Gebäude für insgesamt 120 Menschen mit Behinderungen entstanden. Rund 2,5 Millionen Euro hat der Neubau gekostet. Das etwa 2800 Quadratmeter große Gebäude bietet hell und freundlich gestaltete Werkhallen, ein Hochregallager, einen Speiseraum, Sozialräume und einen Verwaltungsbereich. Somit stehen für die Erledigung größerer Aufträge und auch für die Zwischenlagerung ausreichend Räumlichkeiten zur Verfügung. Zudem ist das ganze Gebäude behindertengerecht gebaut. Durch seine Lage an der Autobahn 46 und eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr ist es sowohl für die Beschäftigten als auch für die Industrie sehr interessant.
Die Caritas-Werkstätten Arnsberg gehen mit der neuen Werkstatt nicht nur aufgrund des Standortes neue Wege. Erstmals sind Menschen mit einer geistigen und einer psychischen Behinderung an einem Standort vereinigt. Die einzelnen Arbeitsbereiche für das jeweilige Klientel sind zwar in unterschiedlichen Hallen untergebracht, jedoch werden der Verwaltungsbereich, die Küche und der Speiseraum gemeinsam genutzt. Noch vor ein paar Jahren im Werkstattbereich ein kaum vorstellbares Modell, funktioniert es an diesem Standort von Anfang an sehr gut.