Hochsauerland, 02.04.2008 01:15 Uhr (SK)
Zu einer umfassenden Infoveranstaltung zu wichtigen Themen des SauerlandRadrings kamen jetzt über 50 Interessierte aus Gastronomie, Vermieter, Dienstleister und Touristiker aus den Kommunen rund um den Radring zusammen. Eingeladen hatte das Projektteam aus den vier Städten/Gemeinden Lennestadt, Schmallenberg, Finnentrop und Eslohe ins Maschinen- und Heimatmuseum in Eslohe.
Rudolf Franzen vom Museumsverein in Eslohe begrüßte die Gäste und wies auf die enge Bindung von Museum und Radring hin, der direkt vor der Haustür verläuft.
Die Eröffnungsfeiern zum Fledermaustunnel und dem Radring seien im letzten Jahr mit großer allgemeiner Beteiligung am Museum gefeiert worden. Hubertus Schmidt von der zentralen Gästeinformation Schmallenberg und Eslohe führte die Eingeladenen ins Thema ein. "Der SauerlandRadring ist auf dem besten Wege, ein Highlight für alle Radler zu werden", so war der allgemeine Tenor.
Belegt ist das durch tägliche Beobachtungen, zahlreiche Rückmeldungen von Radlern aus Nah und Fern und positive Erfahrungen von Gastronomie und Vermietern. Auch die Presse und andere Medien hätten sich dem Thema mit Artikeln, Fahrberichten und mehr verstärkt angenommen.
Jürgen Fischbach vom SauerlandTourismus in Bad Fredeburg wies an Hand von Beispielen und Statistiken auf die wachsende Bedeutung des Radtourismus im Allgemeinen und im Sauerland im Besonderen hin. Als Fazit für den SauerlandRadring stellte er heraus: Es gibt eine vielschichtige Ansprechklientel, aber auch die Angebote in anderen Regionen werden mehr, besser und stärker beworben. Das erfordere vor Ort verstärkte Anstrengungen, eine gute Qualität im Service rund ums Radfahren und vor allem Freundlichkeit gegenüber den Gästen. "Wir sollten wachsam und der Konkurrenz immer einen Schritt oder eine Radlänge voraus sein", so Jürgen Fischbach. Für den SRR sind einige Marketing-Maßnahmen in der nächsten Zeit geplant. Neben den bereits installierten Schildern mit der Karte und Erläuterungen zum Radring an ausgesuchten, zentralen Punkten wird es weitere Infotafeln geben. Diese neuen Schilder in der identischen Grundausführung werden Hinweise auf Sehenswürdigkeiten, Gastronomie, Übernachtungsmöglichkeiten, Fahrradservice und andere interessante Angaben für die Radler aufzeigen. Die Schilder werden entweder zu den bereits vorhandenen Infotafeln positioniert oder an passenden Stellen neu aufgestellt. Wo erforderlich, können an direkten Abzweigstellen einfache Hinweisschilder zu den jeweiligen Häusern in einheitlichem Look aufgestellt werden. Ein Wildwuchs in der Beschilderung soll auf jeden Fall vermieden werden. Im Weiteren wird zurzeit der Werbeprospekt zum SauerlandRadring gründlich überarbeitet und schon vor Saisonbeginn mit der diesjährigen Tunnelöffnung am 1. April zur Verfügung stehen. Auch der Internetauftritt www.sauerlandradring.de wird mit vielen neuen Informationen ergänzt..
Die Tunnelschließung im Winter, so die Beobachtung von vielen Seiten, hält aber zahlreiche Nutzer nicht davon ab, die Strecke als Radler, Skater, Jogger, Wanderer oder auch Spaziergänger zu nutzen.
Das milde Winterwetter in diesem Jahr lädt dazu natürlich ein. In einer weiteren Maßnahme ist geplant, Ruhezonen mit Bänken und Tischen in eigenem Radring-Design an ausgesuchten Stellen rund um den Radring zu schaffen. Angesprochen wurden auch andere Chancen, die Attraktivität des SRR regional und überregional zu verbessern; ein Beispiel ist die Anbindung des Radrings an andere regionale Radfahrstrecken. So gibt es schon in Finnentrop den Anschluss an den neuen Sieg-Bigge-Radweg mit dem Namen "2-Länder-Tour". Er verbindet über 61 Kilometer Finnentrop mit Kirchen bei Betzdorf a.d. Sieg, bereits in Rheinland-Pfalz; daher der Name "2-Länder-Tour". In Eslohe-Bremke kann man in Richtung "RuhrtalRadweg" abzweigen. Auf Radwegen entlang der B55, dem Hennesee und durch Meschede erreicht man nach circa 16 Kilometer den RuhrtalRadweg. Der Ausbau der B55 im kurzen Abschnitt von Nichtinghausen zum Vorstaubecken des Hennesees mit einem begleitenden Radweg, jetzt noch über die Straße zu befahren, ist in Planung und wird mittelfristig realisiert. Schon jetzt verlaufen der SRR und die Lenneroute von Schmallenberg bis Lenhausen auf der gleichen Trasse. Viele der Tagungsteilnehmer nutzten den Besuch zu einer Führung durch das erweiterte Maschinen- und Heimatmuseum, um das beliebte Ausflugsziel für Gäste selbst einmal zu erkunden und sich mit Werbematerial zu versorgen.
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