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"Die letzte Chance"

Meschede, 20.04.2010 15:44 Uhr (Bjã¶rn Theis)

"Wir wollen in Meschede bleiben", machten die Hertie-Mitarbeiter gestern vor den Toren des Warenhauses auf Schildern unmissverständlich klar. Unterstützt wurden sie bei der Kundgebung von Familienangehörigen, Bürgern, heimischen Politikern und Gewerkschaftsvertretern, die ihre Solidarität bekundeten.

Es galt noch einmal, ein Zeichen zu setzen, bevor sich in der kommenden Woche Vertreter von Investor Dawnay Day, Deutsche Bank, der Insolvenz-Verwalter und potenzielle neue Investoren mit den Bürgermeistern der Hertie-Standorte an einem runden Tisch treffen, um Möglichkeiten auszuloten, die Kaufhäuser — und damit auch den Standort Meschede — zu retten. "Die letzte Chance", wie Andreas Thielemeier, Geschäftsleiter der Mescheder Hertie-Filiale, betonte. "Nur wenige Mitarbeiter haben die Chance, einen äquivalenten Arbeitsplatz zu finden, darum ist es umso wichtiger, dass Hertie erhalten bleibt bzw. ein Anschlussanbieter gefunden wird", sagte er vor den rund 150 Menschen auf dem Winziger Platz. "Es ist immer noch kurz vor zwölf", rief Bürgermeister Uli Hess in Zusammenhang mit dem symbolischen Beginn der Kundgebung um 12.05 Uhr den Mitarbeitern zu. Die Hoffnung sei weiterhin da, einen gemeinsamen Weg finden zu können, auch wenn die Stadt bei den Verhandlungen nur eine Mittlerrolle einnehmen könne, unterstrich Hess.


 

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