Hochsauerland, 19.08.2010 17:03 Uhr (skr)
Hochsauerland. Seit Donnerstag hat sie wieder ihre Tore für tausende von Besuchern geöffnet: die Computerspielemesse "gamescom" in Köln. Dann werden wieder 505 Aussteller die neuesten Entwicklungen auf dem Markt der Unterhaltungselektronik vorstellen. Eine klare Tendenz ist bereits jetzt auszumachen: neben Bewegungsspielen geht der Trend vor allem in Richtung Online-Games.

Vorreiter ist hier nach wie vor das Massen-Mehrspieler-Online- Rollenspiel "World of Warcraft" (WoW). Das Spiel gehört mit mehr als einer Milliarde Dollar Umsatz jährlich und weit über elf Millionen Nutzern weltweit zu einem der lukrativsten der gesamten Unterhaltungsindustrie.
Dem Gamer sind in der virtuellen Welt von "Azeroth" keine Grenzen gesetzt - ganz gleich ob als Blutelfe, Troll oder Zwerg in der Klasse der Hexenmeister, Magier oder Druiden, die eigene Spielfigur kann in jede erdenkliche Rolle schlüpfen und kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Genau hier liegt für viele Spieler der größte Reiz bei "WoW"; die eigene virtuelle Identität stetig fortzuentwickeln und sich dabei in gemeinsamen Feldzügen mit anfangs völlig unbekannten Menschen weltweit auf die böse oder gute Seite der Macht schlagen. Für viele ist "World of Warcraft" der ideale Zeitvertreib.
Doch es gibt nicht wenige Experten, die gerade vor dieser "Anonymität" warnen. Sie sehen die ernste Gefahr, dass sich Menschen in den virtuellen Welten verlieren könnten, sich total aus der Gesellschaft zurückziehen und ihre sozialen Kontakte sowie ihr Leben komplett dem Spiel anpassen. "Spielsüchtig" lautet nicht selten die Diagnose, die eine ernsthafte Therapie nach sich zieht.
Wie stehen Sie, liebe Leser des SauerlandKurier, zu dem Thema "Online- Spiele"? Sind sie selbst begeisterter Zocker von Spielen wie WoW oder können Sie die Begeisterung überhaupt nicht nachvollziehen? Sehen Sie derartige Spiele vielleicht sogar als echte Gefahr an?
» Zur Startseite von SauerlandKurier Die große Wochenzeitung im Sauerland