
Freudenberg, 22.02.2012 01:45 Uhr
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft mit ihrer Freudenberger Abteilung nutzte jetzt die Gelegenheit, eine Eisrettung über und unter Wasser zu üben.
Im städtischen Freibad konnte Einsatzleiter Helmut Simon verschiedene Unglücksszenarien nachstellen, und auch unter Wasser den Rettungstaucher Stephan Goeke einsetzen. Die Eisdecke im Becken des Freibades betrug nach dem Tauwetter der vergangenen Tage immer noch verführerische 18 Zentimeter und musste für die vorbereiteten Rettungseinsätze mit der Kettensäge aufgebrochen werden.
Ein DLRG-Kinder-Dummy wurde in ein Eisloch gesteckt, um von einem Ersthelfer auf herkömmliche Weise gerettet zu werden. Das eingesetzte Rettungshilfsmittel bestand aus einer Leiter und zwei aufs Eis gebrachte Holzbretter. Mit diesen Hilfsmitteln näherte sich Marius Heinz dem "eingebrochen" Kind. Gesichert von Leinenführerin Alexandra Hochhard gelang es Marius, ohne selber einzubrechen, das mutmaßliche Opfer aus dem Wasser auf die mitgeführte Leiter zu retten.
Für Rettungstaucher Stephan Goeke bestand der "Ernstfall" aus einer Sucheaktion unter dem Eis. Ebenfalls gesichert durch eine Rettungsleine stieg der Taucher ins Becken und begann seine Suche unter dem Eis. Vom sicheren Ufer aus verfolgten etwa zwei Dutzend Zuschauer den spektakulären Eiseinsatz der Freudenberger Lebensretter. Nach Abschluss der Eisrettung im Freudenberger Freibad trafen sich die Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe bei heißen Getränken und einem selbstgebackenen Kuchen, um ihren eisigen Einsatz zu besprechen.
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