
Mudersbach, 15.01.2012 02:00 Uhr
Dem Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde Kirchen wurde aus dem Kreis der älteren Mitbürger vorgetragen, dass das Finanzamt Altenkirchen-Hachenburg beabsichtigt, für die Ortsgemeinden Mudersbach und Brachbach keine Sprechtage mehr durchführen zu wollen.
Diese Maßnahme hat natürlich nach jahrelanger Praxis bei den Bürgern zu großer Verärgerung geführt. "Ältere Menschen sind gerade auf die Mithilfe Finanzamtes im Rahmen von Sprechtagen angewiesen. Dies trifft insbesondere im Zusammenhang mit der zunehmenden Rentenbesteuerung zu", so der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Helmut Ermert in einer Pressemitteilung.
Dem Finanzamt dürfte auch wohl bekannt sein, dass eine große Anzahl der älteren Bevölkerung aus den verschiedensten Gründen nicht mehr so mobil sei, um eine andere Stelle der angebotenen Sprechtage zu erreichen.
"Bürgernähe und bürgerfreundliche Verwaltung in Rheinland-Pfalz trifft wohl für diese, vom Finanzamt geplante Vorgehensweise nicht mehr zu", meint Ermert.
Der Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde Kirchen hat daher den Leiter des Finanzamtes, Reinhard Wetzel, schriftlich gebeten, die geplante Einstellung der Sprechtage im Interesse der älteren Mitbürger rückgängig zu machen. Das für die Seniorenarbeit zuständige Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie wurde zwischenzeitlich ebenfalls mit der Bitte um Unterstützung in der Angelegenheit unterrichtet.
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