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    "Brems Dich - rette Leben"

    Kreis Olpe, 12.02.2012 01:30 Uhr

    Landes­weit war am Freitag die Polizei unter­wegs, um in einer Groß­ak­tion die Geschwin­dig­keit der Auto­fahrer unter die Lupe zu nehmen. Auch die Polizei im Kreis Olpe betei­ligte sich daran.

    Von Freitagmorgen 9 Uhr bis um 3 Uhr am Samstag waren 25 Beamte am 30 Stellen im Kreis vertreten, um mit einem Radarwagen und vier Lasergeräten Messungen durchzuführen und Geschwindigkeitsübertretungen zu ahnden.

    Zu den Messpunkten gehörten unter anderem die B236 im Bereich Finnentrop und Lennestadt, die B55, die L512 entlang der Bigge, die Koblenzer Straße in Gerlingen und die B54. Doch auch in Tempo-30-Zonen wurde kontrolliert. Denn, so Reinhard Schulte, 1. Polizeihauptkommissar, Leiter Direktion Verkehr und Koordinator der Polizeiaktion im Kreis Olpe, unabhängig von der Frage, wer einen Verkehrsunfall verursache, entscheidend über die Unfallfolge sei die Geschwindigkeit. Sie entscheide über Leben und Tod. Schon eine Reduzierung der Geschwindigkeit um zwei Stundenkilometer auf innerörtlichen Straßen führe zu einem Rückgang der Personenschäden um 15 Prozent.

    Die meisten Fahrer sind sich dieser Tatsache nicht bewusst. Die Aktion am Freitag sollte Autofahrer für dieses Thema sensibilisieren.

    Es gab auch am Freitag, obwohl die Aktion in allen Medien groß angekündigt wurde, zahlreiche Fahrer, die auffällig wurden. Ganz an der Spitze ein 18-jähriger Autofahrer, der in der Nähe einer Attendorner Schule mit einer Laserpistole geblitzt wurde. 76 km/h zeigte das Gerät an, in einem Bereich, in dem 50 km/h erlaubt sind. "Das bedeutet", so Polizeihauptkommissar Schulte, "eine Anzeige, zwei Punkte in Flensburg, Probezeitverlängerung und eine Nachschulung."

    In der Agatha-Straße in Maumke (30er-Zone) blitzen die Polizeibeamten einen Fahrer aus Belgien mit 60 km/h. Eine teure Fahrt für den Mann: 125 Euro. Für einen Autofahrer aus Deutschland hätte das 100 Euro Strafe und 3 Punkte bedeutet.

    Häufig wird der Polizei vorgeworfen, die Blitz-Aktionen seien reine Abzocke und dienten nur dazu, die klammen Kassen der Städte oder Gemeinden zu füllen. Doch die Polizei erhält auf der anderen Seite immer wieder Anrufe von Bürgern, die unbedingt möchten, dass in dieser oder jener Straße kontrolliert wird. Und manchmal stellt sich dabei sogar heraus, dass die angebliche Raserei dort eher eine subjektive Wahrnehmung war.

    Der Freitag mit seinen Minustemperaturen stellte schon hohe Anforderungen an die Polizeiteams. Konnten die Beamten sich noch mit entsprechender Kleidung vor der Kälte schützen, der ein oder andere Akku von Laserpistole und Funkgerät verweigerte dann doch den Dienst.

    Bis am Nachmittag wurden schon über 80 Geschwindigkeitsüberschreitungen dokumentiert. Sieben Autofahrer erhielten eine Anzeige.

    Die meisten "Temposünder" zeigten sich einsichtig.


     


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