
Freudenberg, 29.01.2012 01:45 Uhr
Wäre der Begriff "KulturPur" nicht schon vergeben; er könnte durchaus Verwendung finden für jenen kleinen, aber rührigen Verein "KulturFlecken", der jetzt das Programm seiner zehnten Saison vorstellte.
Das Pflaster in der ehemaligen Schmiede ist nicht gerade eben, die Küche ein Provisorium. Bei Regen ist das ablaufende Wasser deutlich hörbar, und auch die Fenster könnten eine Sanierung gebrauchen. Egal. "Unsere Gäste lieben das", sagt Vorsitzende Friederike Schlebuch und erinnert an die Anfangszeiten des Vereins, als die Besucher der Veranstaltungen in der ehemaligen Werkstatt am Freudenberger Silberstern ihre Stühle noch selbst mitbringen mussten. Dank einiger Sponsoren, allen voran der Stadtsparkasse Freudenberg, gehören Holzstühle inzwischen zum Inventar. Das Programm, das die kulturbeflissenen Freudenberger auf die kleine Bühne zaubern, kann sich seit jeher sehen lassen; aus einem Umkreis von 50 Kilometern kommen die Besucher in den "Flecken", um im stilechten Ambiente Musik zu hören, Theaterstücke zu sehen, an Workshops teilzunehmen oder selbst Hand an Holz, Papier oder Metall anzulegen.
Der Fotoworkshop mit René Achenbach ist inzwischen ebenso ein Dauerbrenner wie die Reihe Villa Musica, die einige Meter weiter in der Villa Bubenzer eine Heimat gefunden hat. Bewährt hat sich auch die Kooperation mit dem Technikmuseum Freudenberg, in deren Rahmen am übernächsten Wochenende das Theaterstück "Love Letters" aufgeführt wird. "Weigand & Genähr" (12. Mai) sowie die Extremjodlerin Christine Lauterburg (23. Juni) sind weitere Höhepunkte für das erste Halbjahr. Die Planungen für die Kulturzeit nach den Sommerferien laufen bereits auf Hochtouren.
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