
Hochsauerland, 29.08.2010 01:45 Uhr
Schon lange wurde es diskutiert und jetzt ist es soweit: Bundesverteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg plant die Reform des Wehrdienstes: Die Bundeswehr soll eine Armee der Freiwilligen werden.
Fünf Modelle zur Zukunft der Bundeswehr wurden entwickelt und Modell 4 soll es sein: 156.000 Zeit- und Berufssoldaten sowie 7500 freiwillig Wehrdienstleistende sollen die neue Armee bilden. Die Wehrpflicht solle zwar nicht abgeschafft, aber ausgesetzt werden. In den Oppositonsparteien wurde sofort Kritik laut. Die SPD warf zu Guttenberg vor, die Bundeswehr kaputt zu sparen, die Grünen wollen eine konsequente Abschaffung der Wehrplicht und die Linkspartei fordert "strukturelle Nichtangriffsfähigkeit der Bundeswehr".
Viele stellen sich jetzt die Fragen: Und was wird aus dem Zivildienst? Schließlich sind viele soziale Einrichtungen auf die günstigen Arbeitskräfte angewiesen. Immerhin 90.000 Zivildienstleistende gibt es zurzeit. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hofft auf ein Heer von Freiwilligen. "Freiwilligen-Dienst" ist hier das Schlagwort: Dieser soll dann zukünftig auch Frauen offen stehen. "Das Konzept der Ministerin enthält mehr Fragen als Antworten", kritisiert der AWO- Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler. Ihm sei "völlig unklar" wie 35.000 Freiwillige im Jahr ausreichen sollen.
Wie ist Ihre Meinung zur Aussetzung von Bundeswehr und Zivildienst? Halten Sie die Ideen für gut oder finden Sie die Bundeswehr sollte generell abgeschafft werden? Was denken Sie passiert, wenn die vielen Zivildienststellen im sozialen Bereich wegfallen?
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