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Der erste Job des Lebens

Hilchenbach, 22.01.2012 01:15 Uhr

Nachdem die Idee der Taschen­geld­börse vor zwei Monaten in Hilchen­bach an den Start ging, ziehen die Verant­wort­li­chen jetzt erste Bilanz. 33 jobsu­chende Jugend­liche aus verschie­denen Stadt­teilen haben sich bereits ange­meldet und sind zurzeit bei der Aktion regis­triert - 17 Mädchen und 16 Jungen im Alter von 14 bis 18 Jahren, die sich mit unter­schied­lichsten Arbeiten ihr Taschen­geld aufstocken möchten.

Einkaufen steht bei den Jobbern an erster Stelle. Hier haben sich 28 Interessierte angemeldet. 20 Jugendliche möchten Babysitten, ebenso viele den Hund ausführen. Schneeräumen und Fegen - das haben 15 "Kollegen" angegeben. 14 würden Rasen mähen, während es bei der Hausarbeit nur fünf Jobber sind. "Hier würde ich mir ein paar mehr wünschen, die einen Putzlappen in die Hand nehmen. Gerade bei älteren Mitbürgern würde dies gewiss gut angenommen", hofft Inge Grebe als Beauftragte für bürgerliches Engagement auf weitere Interessenten. Obwohl PCs bei Jugendlichen angesagt sind, meldeten sich nur vier für Hilfe am Rechner. Zwei würden zudem mit Senioren spazieren gehen oder vorlesen. Auch andere Jobs sind in Absprache möglich.

Als Arbeitgeber sieht sich das Rathaus nicht, eher als Jobvermittler. Bisher konnten bereits fünf Angebote über die Taschengeldbörse vermittelt werden. "Wir hatten den richtigen Riecher", freut sich Hilchenbachs Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab schon jetzt über das Projekt. Die Taschengeldbörse ergänzt das Angebot der Initiative "Miteinander - Füreinander", die seit 2005 ehrenamtliche Helfer innerhalb der Rothaarsteigkommune vermittelt.

Bei dieser Tätigkeit handelt es sich nach dem Sozialgesetzbuch um eine geringfügige Beschäftigung. Als Bezahlung ist ein Stundenlohn von fünf Euro vorgesehen. Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz muss es sich bei den Tätigkeiten innerhalb der Taschengeldbörse um geringfügige Hilfeleistungen handeln. Versichert sind die Jugendlichen während ihrer Arbeit über die bestehende Krankenversicherung ihrer Eltern.

Die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes versteht sich. Bei Minderjährigen müssen bei der Anmeldung die Eltern schriftlich zustimmen. Weitere Infos dazu gibt es unter Tel.: 02733 / 288 229.


 


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