Nach Drogenbekenntnis

Kanadischer Bürgermeister verliert Talkshow

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Der Bürgermeister von Toronto, Rob Ford, verlor nach Drogenbekenntnissen seine Machtbefugnisse sowie eine Fersehsendung.

Toronto - Der wegen seiner Drogenbekenntnisse isolierte Bürgermeister von Toronto, Rob Ford, hat nach dem Verlust des Großteils seiner Machtbefugnisse einen weiteren Rückschlag erlitten.

Der Fernsehsender Sun News setzte nach nur einer Folge die Talkshow "Ford Nation" ab, die Rob Ford ursprünglich wöchentlich moderieren sollte. "Wir werden in einer anderen Sendung wieder verschiedene Politiker einladen", sagte der Vizechef des Senders, Kory Teneycke, der Zeitung "Globe and Mail".

Den Grund für die Absetzung der Sendung nannte Tenyecke nicht. Er verwies sogar auf die hohen Einschaltquoten, die der Bürgermeister mit der ersten - und letzten - Folge am Montag erzielt hatte: Es sei die "mit Abstand beste Quote" des im April 2011 gegründeten Senders gewesen.

Anfang November hatte der 44-jährige Ford bereits wegen seiner Drogengeständnisse die wöchentliche Radiosendung verloren, die er gemeinsam mit seinem Bruder und engem Mitarbeiter Doug moderiert hatte. Auch in der Fernsehtalkshow traten die Brüder gemeinsam auf.

Ford hatte nach hartnäckigem Leugnen gestanden, das Kokainderivat Crack geraucht und jahrelang illegale Drogen gekauft zu haben. Außerdem entschuldigte er sich für wiederholte Ausfälle unter Alkoholeinfluss. Am Montag entzog ihm der Stadtrat den Großteil seiner Machtbefugnisse. Er darf weiter den Titel tragen, hat aber unter anderem ein kleineres Budget, weniger Personal und darf nicht mehr dem Stadtrat vorsitzen.

afp

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