Zehn Jahre Gefängnis

Grausame Terrorpläne: 19-Jähriger in Australien verhaftet

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In Australien gilt seit September 2014 eine erhöhte Terrorwarnstufe - seitdem führt die Polizei zahlreiche Anti-Terror-Razzien durch (Archiv).

Melbourne - Ein 19-Jähriger wurde in Australien zu einer langen Haftstrafe verurteilt, nachdem er geplant hatte, einen Polizisten in aller Öffentlichkeit zu köpfen.  

In Australien ist ein 19-Jähriger zu zehn Jahren Haft verurteilt worden, der einen Polizisten öffentlich köpfen wollte. Sevdet B. habe "ein Messer, ein Auto, eine dschihadistische Flagge" sowie Unterstützung durch einen Komplizen gehabt und sei "durch wahnsinnige Geistliche verdorben" gewesen, sagte Richter Michael Croucher am Montag. Nach Überzeugung des Gerichts wollte B. einen Polizisten mit einem Auto anfahren und dem Beamten dann mit einem Messer den Kopf abtrennen.

Verurteilt wurde der Angeklagte vom Obersten Gericht des Staates Victoria in Melbourne wegen Vorbereitung eines Terrorakts. Dem Gericht zufolge wollte der Verurteilte in Melbourne am Anzac Day zuschlagen, bei dem jedes Jahr Ende April der Opfer der australischen Armee im Ersten Weltkrieg gedacht wird. Dazu recherchierte B. im Internet unter anderem nach Orten von Gedenkveranstaltungen.

Angeklagte hatte Kontakt zu einem Jungen aus England

Außerdem hatte der 19-Jährige Kontakt zu einem Jungen in England, der damals gerade 14 Jahre alt war, und mit dem er den Anschlag gemeinsam plante. Der Jugendliche war bereits im Oktober vergangenen Jahres zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Ziel des Angriffs sei es gewesen, den Dschihad zu verbreiten, Australiens Regierung einzuschüchtern und Angst in der Gesellschaft zu verbreiten, erklärte der Richter.

In Australien gilt seit September 2014 eine erhöhte Terrorwarnstufe. Seitdem gab es zahlreiche Anti-Terror-Razzien in dem Land. Dutzende Australier reisten nach Syrien oder in den Irak, um sich dort Extremisten anzuschließen. Auch der verurteilte B. wollte den Angaben zufolge in die Region reisen, bekam aber keinen Pass.

AFP

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