Kino-Kündigung: Neuer Fall Marke "Emmely"

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“Emmely“ hatte nach 31 Jahren ihre Stelle in einem Supermarkt verloren

Darmstadt - Ein Darmstädter Kino hat nach Darstellung der Gewerkschaft Verdi einer Mitarbeiterin eine Bagatellkündigung ausgesprochen - das Vorgehen ähnele dem Fall der Supermarkt-Kassiererin “Emmely“.

Der Studentin werde vorgeworfen, ein Getränk verschenkt und Popcorn nicht richtig abgerechnet zu haben, teilte Verdi am Mittwoch mit. Die Mitarbeiterin habe aber Zeugen dafür, dass sie sich ordnungsgemäß verhalten habe. Vom Kino war keine Stellungnahme zu erhalten.

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Die Studentin habe aufgrund einer mündlichen Vereinbarung gearbeitet und zwischen 400 und 800 Euro verdient, sagte eine Verdi- Sprecherin. Nach dem Vorwurf sei der Sicherheitsdienst eingeschritten. Die Frau habe ihren Arbeitsplatz verlassen müssen. Sie wurde gekündigt. Ein Termin vor dem Arbeitsgericht Darmstadt sei für den 23. November geplant.

“Emmely“ hatte nach 31 Jahren ihre Stelle in einem Supermarkt verloren, weil sie zwei liegengebliebene Pfandmarken für 1,30 Euro eingelöst hatte. Nach mehreren Instanzen siegte sie vor dem Bundesarbeitsgericht, das ihre fristlose Kündigung aufhob.

dpa

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