
Sauerland, 27.08.2010 09:01 Uhr
Im Märchen von den fleißigen Heinzelmännchen kommen sie nachts. Kleine, flinke Helfer, die selbstlos die Schuhe putzen, den Boden kehren und die Kleider flicken. Ganz so selbstlos wie die Heinzelmännchen arbeitet wohl nicht jeder. Jedoch haben Unternehmen und Betriebe die Möglichkeit, dank der weiten Verbreitung des Internets und moderner Benutzeroberflächen im Netz, anfallende Fleißarbeiten, die man sonst gerne den kleinen nächtlichen Helferlein dalassen würde, abzugeben und gegen ein Entgelt extern abwickeln zu lassen.
Einfaches Prinzip, große Wirkung
Teuerster Faktor bei der Arbeitsvergabe sind die Lohnnebenkosten. Nicht jedes Unternehmen kann sich die Anstellung neuer Mitarbeiter leisten, selbst wenn der Bedarf dafür gegeben ist. Oder es kommt vor, dass Arbeit nur stoßweise anfällt oder sogar nur einmalig abgearbeitet werden muss. Dafür möchte niemand eine neue eigene Abteilung in seiner Firma eröffnen, nur um die Mitarbeiter anschließend wieder entlassen zu müssen. Also war man bisher darauf angewiesen, die anfallende Extra-Arbeit auf die Belegschaft zu verteilen und nebenbei abarbeiten zu lassen.
Aber wer möchte schon hochqualifizierte und vielbeschäftigte Mitarbeiter mit dem Sortieren von Datenbanken, Fotos oder dem Schreiben von Artikelbeschreibungen belegen und sich dadurch die Arbeitskraft entgehen lassen? Findige Geschäftsleute haben hier eine Marktlücke entdeckt und bieten den "Heinzelmännchen-Service" online an.
Wer kann mal eben...?
Diese Frage stellt sich nun für die Nutzer dieses Internet-Services nicht mehr. Aufträge, die zwar Qualifikationen erfordern aber keine, die nur intern erworben werden könnten, werden abgegeben. So bedient man sich eines Pools an Mitarbeitern, der im Hintergrund quasi virtuell bereit steht und dem man die jeweiligen Arbeiten jederzeit "hineinreichen" kann. Die Art der Dienstleistung erstreckt sich dabei vom Texte erstellen - wahlweise auch optimiert für Suchmaschinen - über das Sortieren von Fotos und Daten bis hin zu Meinungsumfragen und Umfrageauswertungen.
Dienstleistungen dieser Art erleichtern die Bewältigung anfallender Extra-Arbeit, insbesondere für Marketing Unternehmen, die mal schnell noch Bildunterschriften für eine Broschüre erstellen müssten oder die eigene Website endlich auf die neue Rechtschreibreform umstellen wollen. Auf die Mitarbeiter des jeweiligen Dienstleisters kann man sich natürlich nur verlassen, wenn diese geschult werden und die Qualität der Arbeit überprüft wird. Seriöse Anbieter haben das selbstverständlich in ihrem Portfolio.
Im Hintergrund
Die fleißigen Helfer, die über solche Portale Arbeit bekommen, können von der Hausfrau mit Ausbildung oder Studium über den derzeit arbeitslosen Sachbearbeiter bis hin zum Studenten aus den unterschiedlichsten Hintergründen kommen. Allen gemeinsam ist eine einfache und bequeme Möglichkeit bei freier Zeiteinteilung und von zu Hause aus etwas dazu zu verdienen. Wenn die Kommunikation zwischen den Helferlein, der Agentur und den Auftraggebern gut funktioniert, kann dieser Service zur runden Sache für alle Beteiligten werden.
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