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Digitales Kabelfernsehen – wann sich der Umstieg lohnt

Sauerland, 29.07.2010 13:52 Uhr

In der Bundes­re­pu­blik Deutsch­land empfangen mehr als 20 Millionen Haus­halte Kabel­fern­sehen. Die großen deut­schen Kabe­lan­bieter moder­ni­sieren derzeit das von der Deut­schen Telekom verlegte analoge Kabel­netz. Durch die neue Digi­tal­technik können nun mehrere hundert Programme empfangen werden. Derzeit nutzen rund 600.000 Kunden in Deutsch­land digi­tales Fern­sehen. Die neue Technik hat Vor-und Nach­teile, die jeder vor dem Umstieg abwägen sollte.

Was ist neu am digitalen Kabelfernsehen?
Ein entscheidender Vorteil der neuen Kabeltechnik besteht darin, dass weitaus mehr Fernseh- und Radioprogramme empfangen werden können. Statt 30 bis 50 Sendern können Abonnenten zwischen mehreren hundert Kanälen wählen. Darüber hinaus ist die neue Digitaltechnik weniger anfällig für Störungen und Probleme.

Auf der anderen Seite treten jedoch im Gegensatz zur Analogtechnik neue Probleme auf. Beispielsweise kann es bei schnell bewegten Bildern zu Störungen kommen. Während der WM bekamen die Zuschauer dies zu spüren: bei der Übertragung der Fußballspiele trat in einigen Fällen die so genannte Klötzchenbildung auf. In solchen Fällen ist die Übertragene Datenrate nicht ausreichend, um gewisse Details darzustellen. Aus diesem Grund treten auf dem Fernsehbildschirm hin und wieder geringe Bildstörungen auf.

Neue Technik
Für den Empfang des digitalen Kabelfernsehens werden neue Geräte benötigt. Es muss an jeden vorhandenen Fernseher und an jede Hi-Fi-Anlage ein digitaler Empfänger angeschlossen werden, damit digitales Kabelfernsehen und digitale Radioprogramme dort empfangen werden können. Wer einen Kabelkanal sehen und auf einem anderen gleichzeitig ein Programm aufnehmen möchte, der braucht für seinen Video- oder DVD-Rekorder ebenfalls eine eigene Empfangsbox.

Derartige Digitalempfänger für Kabelfernsehen gibt es in verschiedenen Preisklassen und in unterschiedlichem Ausstattungsgrad. Ganz einfache Modelle mit wenigen zusätzlichen Funktionen sind ab circa 80 Euro im Handel erhältlich. Beim Abschluss eines Vertrages mit längerer Laufzeit (beispielsweise zwei Jahre) erhalten viele Kunden von ihrem Anbieter eine preisreduzierte Empfangsbox. Zahlreiche digitale Programme werden verschlüsselt gesendet. Um sie zu entschlüsseln und ansehen zu können, benötigt der Kunde von seinem Anbieter eine kleine Steckkarte, die so genannte SmartCard, welche in die Empfangsbox gesteckt wird. Aus diesem Grund sollte beim Kauf eines Empfangsgerätes darauf geachtet werden, dass dieses einen Steckplatz für die SmartCard enthält. Derartige Empfangsboxen können ab 100 Euro käuflich erworben werden.

Wann lohnt sich der Umstieg?
Die Umrüstung lohnt sich vor allem für Fernsehzuschauer, die zusätzliche Programme sehen wollen. Zum Beispiel können eine ganze Reihe ausländischer Sender empfangen werden und TV-Sender, die sich ausschließlich bestimmten Themen widmen. Darüber hinaus könnte digitales Kabelfernsehen auch für all jene von Interesse sein, die keine Satellitenschüssel installieren können, sich jedoch eine große Auswahl an Fernsehprogrammen wünschen.

 

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1 Kommentar »
 
30.07.10 09:28 Uhr
Sandtmann
Schlecht recherchiert
Ihr Artikel zum digitalen Kabelfernsehen scheint entweder schlecht recherchiert oder uralt zu sein.

Im Jahr 2009 nutzten bereit 6 Mio. TV-Haushalte in Deutschland digitales Kabelfernsehen. Hinzu kommen 11,6 Mio. TV-Haushalte mit digitalem Satellitenfernsehen und 4,2 Mio. TV-Haushalte mit terrestrischem Fernsehempfang, der ja seit Einführung von DVB-T ausschließlich digital ist. Diese Zahlen stammen von tns infratest und sind im Digitalisierungsbericht 2009 der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten nachzulesen. In Ihrem Artikel schreiben Sie hingegen. von 600.000 Kunden, die digitales Fernsehen nutzen.

Weiterhin berichten Sie über das Phänomen der "Klötzchenbildung". Hier beziehen Sie sich auf DVB-T mit geringeren Datenraten. Bei digitalem Kabelfernsehen (DVB-C) tritt dieses Phänomen zumindest bei den öffentlich-rechtlichen Sendern, die mit hoher Datenrate ausgestrahlt werden, nicht auf.

Ihr Artikel trägt also eher zur Verwirrung als zur Information bei.


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