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20jähriger wurde nach Hip-Hop-Konzert niedergestochen

Dokument: Sauerland, 12.12.2009 14:18 Uhr (sendler)

Ein tödliches Nachspiel hatte der „Murderlinez Jam“, so der klangvolle Titel eines Hip-Hop-Konzertes in der OT Lorenz-Jaeger-Haus, am späten Freitagabend für einen etwa 20jährigen Jugendlichen türkischer Abstammung in der Olper Oberstadt. Nachdem durchgesickert war, dass der Hip-Hopper nach einer Messerattacke seinen tödlichen Verletzungen erlegen war, versuchte ein massives Polizeiangebot, das zum Teil aus den Nachbarkreisen zusammengezogen wurde, eine offene Eskalation zwischen den jugendlichen Konzertbesuchern zu verhindern.

Nach dem Ende des Konzertes verließen mehr als 100 Jugendliche die OT Lorenz-Jaeger-Haus – zunächst in alle Himmelsrichtungen. Eine Gruppe mit männlichen Personen türkischer Abstammung ging die Frankfurter Straße in Richtung Marktplatz hinab. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen. In Höhe der Cocktailbar „Kinkay“ schubsten die Jugendlichen schließlich den 20jährigen in eine dunkle Hauseinfahrt, die direkt an die Terrasse der Bar angrenzt. Das Opfer wurde gegen eine Plexiglaswand gedrückt und mit mehreren Messerstichen attackiert. Der 20jährige brach blutüberströmt am Tatort zusammen. Obwohl Notarzt und Rettungswagen nur wenige Minuten später eintrafen, kam für den Hip-Hopper jede Hilfe zu spät. Nach mehreren Reanimationsversuchen verstarb der 20jährige auf dem Weg zum Olper Krankenhaus.
Nachdem die restlichen Jugendlichen von der Bluttat erfahren hatten, drohte die Situation vollends aus dem Ruder zu laufen. Sowohl der Tatort als auch das nahe gelegene Krankenhaus wurden von den insgesamt etwa 80 – zum Teil stark angetrunkenen – jugendlichen Konzertbesuchern regelrecht belagert. Um Ausschreitungen und weitere Übergriffe zu verhindern, forderte die Einsatzleitung über die Landesleitstelle sogenannte Sofortverstärkungskräfte an. Zahlreiche Polizeibeamte aus dem Märkischen-Kreis, dem Kreis Siegen-Wittenstein und sogar aus Dortmund trafen nach und nach sowohl am Tatort als auch am Krankenhaus ein.
Dass die Situation dann doch nicht eskalierte, ist nicht nur der erheblichen Polizeipräsenz zu verdanken, sondern vor allem einem Mann: Kadem Bayraktar . Der Imam der islamischen Gemeinde wirkte so lange mit weiteren Mitgliedern beruhigend auf die Jugendlichen ein, bis diese friedlich und ohne weitere Zwischenfälle den Nachhauseweg antraten.
Die Polizei hat zwar konkrete Hinweise auf den oder die flüchtigen Täter, möchte jedoch zu der Identität zurzeit aus taktischen Gründen keine Angaben machen. In die Ermittlungen haben sich zwischenzeitlich die Hagener Mordkommission sowie die Staatsanwaltschaft Siegen eingeschaltet. Der Leichnam des 20jährigen wurde in die Dortmunder Gerichtsmedizin verbracht, wo er obduziert werden soll.
Autor & Bilder: Torsten-Eric Sendler

Update:
1. Angeblich soll während des Konzertes ein beteiligter Besucher eine National- resp. Parteifahne hervorgezogen haben, was dann im Nachgang zu den Konflikten unter den verschiedenen Volksgruppen und somit zur Tat geführt haben soll. User auf Vituell-Nights sprechen sogar davon, dass die Fahne in Flammen aufgegangen sei. Es handelt sich hierbei um amtlich unbestätigte Meldungen.
2. kommt das Opfer angeblich aus Kirchveischede.

 

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In der OT Lorenz-Jaeger-Haus fand unter dem Motto „Murderlinez Jam“ eine Hip-Hop-Veranstaltung statt, anschließend wurde ein 20jähriger Besucher durch Messerstiche getötet.




 
 
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