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Entspannung in Sicht

Dokument: Hochsauerland, 01.08.2010 01:45 Uhr (SK)

Die große Krise scheint vorüber zu sein. Aufgrund wachsender Auftragseingänge in vielen Unternehmen steigt der Personalbedarf wieder an. Somit hat das Geschäftsfeld rund um die Arbeits- und Fachkräftevermittlung des regionalen Personaldienstleisters TraQ (Transfer und Qualifizierung Hellweg- Sauerland) in der ersten Jahreshälfte einen starken Zuwachs zu verzeichnen. Die Anfragen für den Beschäftigtentransfer gehen im Gegensatz dazu drastisch zurück.

Während die Zeitarbeit im vergangenen Jahr einen Einbruch von 34 Prozent hinnehmen musste, hat sich die Zahl der Beschäftigten von 250 im Januar auf über 500 Ende Juni verdoppelt. 25 Mitarbeiter wurden bereits in ein festes Arbeitsverhältnis vom Kundenbetrieb übernommen. Im Vergleich dazu wurden im gesamten letzten Geschäftsjahr 23 Zeitarbeitnehmer von Betrieben übernommen. Damit erreicht die TraQ fast das Niveau aus dem Jahr 2008.

Positive Entwicklungen gibt es in der Entlohnung für die Zeitarbeitbeschäftigten. So setzt die TraQ derzeit mit einem Kundenbetrieb eine erste Betriebsvereinbarung um, wonach die Beschäftigten in der Zeitarbeit im Vergleich zum Stammpersonal gleich entlohnt werden. Der positiv verlaufende Trend auf dem Arbeitsmarkt führt zu weitaus weniger Anfragen im Beschäftigtentransfer. Dort hat sich die Anzahl der zu betreuenden Mitarbeiter mehr als halbiert. Zurzeit verteilen sich 300 Beschäftigte auf 25 Transfergesellschaften, die an den vier TraQ- Standorten Meschede, Arnsberg- Neheim, Soest, Hamm und einem Projektbüro in Lippstadt betreut werden. Trotz sinkender Anfragen nach der Gründung von Transfergesellschaften steigt in den laufenden Maßnahmen die Anzahl der Qualifizierungen. Vor allem gering qualifizierte Mitarbeiter, die beispielsweise keine Ausbildung nachweisen können, nutzen diese Chance. Fachkräfte haben indes bessere Ausgangsvoraussetzungen kurzfristig während der Laufzeit ein neues Beschäftigungsverhältnis zu finden. Zudem macht sich die Verbesserung des regionalen Arbeitsmarktes positiv auf die Arbeitsvermittlung bemerkbar.

Für den jüngsten Geschäftszweig ? die Personalentwicklung ? gilt ebenfalls, dass die Angebote entsprechend der Bedarfe in den Unternehmen abgerufen werden. Während im vergangenen Geschäftsjahr fast ausschließlich individuelle Beratungsdienstleistungen und Seminare durchgeführt wurden, steigt bei Unternehmen das grundsätzliche Interesse an Personalentwicklung, und die Bereitschaft, in die bedarfsorientierte Qualifizierung ihrer Mitarbeiter gezielt zu investieren. Fachberatung sowie die Planung und Begleitung ganzheitlicher Projekte werden von den Unternehmen ebenso nachgefragt wie die Umsetzung praxisnaher Module.


 
 
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