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Frauen in Männerberufen

Dokument: Hochsauerland, 29.03.2009 01:30 Uhr (Claudia Metten)

Mädchen haben im Schnitt die besseren Schulnoten, die besseren Schulabschlüsse, verteilen sich aber zu wenig auf unterschiedliche Berufe. Durch den "Girls Day", der in diesem Jahr am 23. April stattfindet, soll das Interesse an Metall- und Elektroberufen geweckt werden.

Mehr als die Hälfte der Mädchen entscheidet sich für die typischen Frauenberufe wie Friseurin, Arzthelferin und Kauffrau im Einzelhandel und ist aufgrund der Berufswahl unterbezahlt.

In Studiengängen, wie zum Beispiel den Ingenieurwissenschaften oder der Informatik, sind Frauen deutlich unterrepräsentiert, qualifizierter Nachwuchs fehlt. "Wir nehmen Mädchen im mechatronischen Bereich auf, da gemischte Gruppen besser zusammenarbeiten", so Barbara Dünschede, Geschäftsführerin der Firma Dünschede Fahrzeugbau in Meschede. In diesem Jahr nimmt das Unternehmen erstmals am Girls Day teil und ermöglicht es den Schülerinnen aus den Klassen fünf bis zehn, in den Beruf des Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikers reinzuschnuppern.

Versteckte Talente fördern

Der "Girls Day Zukunftstag" bringt den Mädchen die Welt der Technik näher. Versteckte Talente sollen dadurch geweckt und gefördert werden, denn auch junge Frauen können Maschinen bedienen. Langfristig soll der Beschäftigungsanteil von Frauen in Technik, IT, Handwerk und Naturwissenschaften angehoben werden, denn Fachkräfte sind in Krisenzeiten absolut notwendig. "Es ist wichtig, weiter Werbung für den ,Girls Day' zu machen, da junge Frauen in technischen und metallverarbeitenden Berufen gebraucht werden und sie dort bessere Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten haben. Wir haben keinen Mangel an Ingenieuren, wir haben einen Mangel an Ingenieurinnen", so Andreas Goesmann von der Agentur für Arbeit.

 
 
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