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Lagerhalle stürzt ein - Mann verletzt - Betrieb steht still

Dokument: Sauerland, 02.02.2010 21:28 Uhr (lenneper)

Attendorn. Die neuerlichen massiven Schneefälle waren einfach zu viel; das Dach einer Rohrlagerhalle im Industriegebiet Biggen stürzte unter der Last zusammen und verletzte einen Mann, der mit seinem Auto neben der Halle parkte, schwer.

Nach Angaben der Polizei befand sich in dem Gebäude der Firma aquatherm zum Einsturzzeitpunkt niemand mehr. Allerdings parkte ein Mann mit seinem Auto in unmittelbarer Nähe der Halle und wurde beim Kollaps von herunterfallenden Trümmerteilen eingeklemmt und schwer verletzt. Rettungsdienst und THW halfen bei der Bergung, ehe der Mann ins Krankenhaus gebracht werden konnte.
Wie jetzt bekannt wurde, entdeckten Mitarbeiter schon am Nachmittag die Einsturzgefahr für die Dachkonstruktion der Lagerhalle, die im Grunde genommen kein wirkliches Gebäude darstellt, sondern nach drei Seiten hin offen ist und im normalen Betrieb als überdachte Beladerampe für LkWs fungiert.

Halle vorsorglich geräumt - schlimmeres verhindert

Die Firmenleitung reagierte daraufhin umgehend und ließ das Gedäude wegen Einsturzgefahr vorsorglich räumen sowie absperren. So trafen auch Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks noch vor Einsturz der Halle am Ort des Geschehens ein. Sie erkannten die Gefahr und entschlossen sich, vom Inneren her dem einsturzgefährdeten Dach Halt zu verleihen. Doch noch ehe diese Maßnahmen vollzogen werden konnten, flogen die ersten Schrauben aus ihren Verankerungen und kurze Zeit später stürzte das Gebilde in sich zusammen. Glücklicherweise konnten sich die THWler noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. "Wir hatten knapp 2 Sekunden Zeit, um die akute Gefahr zu realisieren und uns aus dem Gebäude zu retten", so einer der Hilfskräfte.

Betrieb liegt aus Sicherheitsgründen auf Eis

Der Mann, der bei dem Einsturz verletzt wurde, befand sich zu der Zeit mit seinem Auto neben der Halle. Er wurde offenbar vom Einsturz ebenso überrascht und seine Beine im Wagen von einem Trümmerteil eingeklemmt. Nach rund 1 1/2 Stunden konnte der Verletzte herausgeschnitten und ansprechbar ins Krankenhaus gebracht werden. Es geht ihm den Umständen entsprechend gut.
Die Firmenleitung und das THW zogen aus dem Einsturz ihre Konsequenzen und legten den Betrieb für den morgigen Mittwoch komplett still. Alle Abteilungen des Betriebs wie die Spritzgusstechnik, Rohrstraße, Versand oder Registerfertigung werden aus Sicherheitsgründen für den morgigen Tag freigestellt. Die Arbeiter der Nachtschicht wurden bereits nach Hause geschickt.

notart
Rettungsdienst, Feuerwehr und THW waren sofort vor Ort.

 
 
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