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SFS enttäuscht weiter

Dokument: Siegerland, 21.11.2009 18:45 Uhr (tip)

Siegen. Das neue Trainerduo der Sportfreunde Siegen bleibt auch im dritten Anlauf sieglos. Gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf – in dem sich die Siegener spätestens nach dem gestrigen Auftritt unbestritten befinden – gelang so gut wie nichts. Die SSVg. Velbert hatte wenig Mühe, beim glanzlosen 0:0 ein Punkt aus dem Leimbachstadion Richtung Düsseldorf mit nach Hause zu nehmen.

Siegens Trainer Rob Delahaije hatte sein Team in einem 4-1-4-1-System auf den Platz geschickt. Dem spielstarken Jorge Cerezo als „Sechser“ damit gleich vier Anspielstationen in direkter Nähe anzubieten, sollte der Schlüssel zum Offensivspiel der Siegener werden. Aber die eigentlich technisch starken Volkan Uzun, Matthew Dallmann, Julian Jakobs und Emrah Uzun hatten auf dem arg lädierten Rasen des Leimbachstadions ihre liebe Mühe, den Ball vernünftig in die Spitze zu Aymen Ben-Hatira weiterzuleiten. Tatsächlich kam in den ersten 45 Minuten kein einziger Ball auf den Kasten von Torhüter Pascal Kurz. Beim Schuss von Emrah Uzun, der einzigen guten Siegener Chance im ersten Durchgang nach einer Kombination über Okumak und Marcel Abele, musste der Ex-Siegener nicht eingreifen (19.). Die restlichen Angriffsbemühungen blieben lediglich Ansätze, die meist an der Strafraumkante endeten.
Velbert machte es freilich nicht viel besser. In der 23. Minute kam Sebastian Janas im Siegener Strafraum nach einem Zweikampf mit Torwart Maximilian Pauli, der bei seinem nicht immer souveränen Liga-Debüt den verletzten Christoph Müller vertrat, zu Fall. Der Schiedsrichter pfiff auch – und zeigte dem Angreifer anschließend „Gelb“ wegen einer Schwalbe. Glück gehabt, denn manch einer hatte diese Szene anders gesehen.
Wer von den 1271 Zuschauern im Leimbachstadion (Minusrekord) auf Besserung gehofft hatte, wurde enttäuscht. Es dauerte sage und schreibe bis zur 69. Minute, ehe Kurz zum ersten Mal ernsthaft geprüft wurde. Nach einer Flanke von Matthew Dallmann kam Emrah Uzun aus wenigen Metern zum Kopfball. Kurz lenkte die Kugel um den Pfosten. Velbert hatte seinerseits kurz vorher eine gute Möglichkeit: Der Freistoß von Martin Lyttek strich nur Zentimeter am Siegener Tor vorbei und hätte die Führung für die Elf von Marek Lesniak bedeutet (61.). Auch Janas brachte den Ball in der 81. Minute aus nächster Nähe nicht im Tor unter. Eine Velberter Führung wäre spätestens da nicht unverdient gewesen. Und so wurde es nach 90 Minuten ein glücklicher Punkt einer Siegener Mannschaft, sie sich jetzt als Schadensbegrenzung nur noch irgendwie in die Winterpause retten kann.

Von Tim Plachner
t.plachner@siegerlandkurier.de

 
 
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