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Lachen für guten Zweck

Dokument: Dünschede, 30.09.2009 01:30 Uhr (Lars Lenneper)

Das 125-jährige Vereinsjubiläum begingen die Dünscheder Schützen am vergangenen Samstag mit einer ganz besonderen Veranstaltung, deren Gesamterlös dem Kinderhospiz Balthasar zu Gute kommt.

Die ungewöhnliche Idee, das Vereinsjubiläum als Showabend zu präsentieren und in den Dienst der guten Sache zu stellen, haben die Dünscheder Schützen schon vor einiger Zeit gehabt, wie Wilfried Schauerte erklärte. Der Erste Brudermeister des Schützenvereins ist ebenfalls ehrenamtlicher Vorsitzender des Kreissportbundes Olpe und hat in dieser Funktion viele Kontakte zum Kinderhospiz Balthasar. Um die dort geleistete "beeindruckende Arbeit" zu unterstützen, habe man sich für die Durchführung eines derartigen Benefizabends entschieden.

Schauerte bedankte sich ausdrücklich bei Robert Hammer, besser bekannt als Mentalist Robert Marteau, dem es gelungen war, zahlreiche hochkarätige Künstler für die Veranstaltung zu gewinnen - und zwar ganz ohne Antrittsgage, schließlich kommt der Reinerlös der Gala komplett dem Kinderhospiz in Olpe zu Gute.

So war es eine illustre Mischung von Künstlern aus den Bereichen Variete, Kabarett und Magie, die für einen unterhaltsamen und abwechslungsreichen Abend sorgen sollten.

Den Anfang machte der Entertainer Peter Kerscher, den Moderator Bernd-Michael Genähr als "stimmstärksten Bauchredner Deutschlands" vorstellte. Mit seiner Handpuppe "Dolly", einer schwarz-weiß gefleckten Kuh, rechnete Kerscher schon vor der eigentlichen Wahl am Sonntag mit der zukünftigen Schwarz-Gelben Regierungskoalition ab. Auch die Generation 50 Plus und das Saalpublikum selbst wurden von Dollys frech-frivolem Mundwerk nicht verschont.

Kabarett, Variete und Magie

Nachdem Kerscher unter lauten "Zugabe"-Rufen und tosendem Applaus sein Programm beendete, betrat mit dem Saxophonisten Dirk Steinberg aus Attendorn ein Lokalmatador die Bühne. Steinberg begeisterte das Publikum mit Saxophon-Klassikern wie "Lily was here" oder "Baker Street". Im weiteren Verlauf des Abends betrat Steinberg noch einmal die Bühne, diesmal, um mit seiner bezaubernden Duett-Partnerin Jana Teipel unter anderem seinen Hit "my song (all of my life)" - bekannt aus dem Event "WDR2 für eine Stadt" - zum Besten zu geben.

Auf das musikalische Intermezzo folgte eine mystische Show rund um das Thema "übersinnliche Phänomene", mit der Mentalist und Mitorganisator Robert Marteau die Zuschauer ins Staunen versetzte. In bester "Uri Geller"-Manier präsentierte Marteau sein Programm bestehend aus Hellseherei, Vorhersagen und Gedankenlesen. Die übersinnlichen Phänomene wie Gedankenübertragung wurden an nicht-eingeweihten Gästen vor Ort ausprobiert und hinterließen sowohl bei diesen als auch beim Rest des Auditoriums Sprachlosigkeit und Verblüffung.

Für Heiterkeit und Lachanfälle sorgte wiederum der Kabarettist Michael Steinke, der mit seinem Programm "Funky! Sexy! Vierzig" gezielt die Kinder der 70-er Jahre aufs Korn nahm. Auch das Rollenverhalten von Männern und Frauen persiflierte der Komödiant elegant.

Für ein visuelles Highlight sorgte die Querdenkergruppe "Artmos" aus Dortmund. Die Schauspieler Wolfram de Bruyn und Andrea Simon zauberten mit so genannten LED-Displays erstaunliche Lichteffekte auf die Bühne und jonglierten auf diese Weise zugleich sowohl mit Wörtern als auch mit Illusionen.

Zum Abschluss bat Moderator Bernd-Michael Genähr - der mit kurzweiligen Kabaretteinlagen gekonnt durchs Programm führte - alle teilnehmenden Künstler für den verdienten Abschlussapplaus noch einmal auf die Bühne.

So stand am Ende des Abends eine in der Form wohl einmalige Jubiläumsshow, deren Benefizgedanke hoffentlich noch viele Nachahmer finden wird.


 
 
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