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Der ganzheitliche Mensch

Dokument: Neheim, 26.05.2010 01:30 Uhr (Rebecca Rath )

"Demografischer Wandel" ? ein wichtiges Stichwort nicht nur für die Stadt Arnsberg. Viele Studien haben in der Vergangenheit bewiesen, dass die Gesellschaft immer älter wird. Um diesem Wandel gerecht zu werden, ist es also kein Wunder, dass aus den früher bekannten "Altersheimen" heute moderne Seniorenzentren geworden sind.

Alleine der Begriff sagt viel über den Wandel aus. Es könnte bedeuten: "Man schiebt alte Menschen nicht ins Heim hab, sondern bietet den Senioren heute ein Zentrum, in dem sie in Gemeinschaft leben und sich austauschen können."

Ein Beispiel hierfür ist das Gesundheits- und Seniorenzentrum "Am Bremers Park" in Neheim. Im Jahr 2006 wurde die Einrichtung offiziell eröffnet, auf etwa 5400 Quadratmetern stehen 64 Einzel- und acht Doppelzimmer zur Verfügung. Großer Wert wurde bereits während des Baus auf Wohnlichkeit und Pflegekomfort gelegt.

Beispielhaft ist auch der neu entwickelte Außenbereich des Zentrums, der an den Stadtpark angrenzt. Auf einer Fläche von rund 4000 Quadratmetern gibt es Sinnespfade, Orientierungswege, einen Teich sowie ein Kneippbad mit Sinnesgarten. So wird schon äußerlich deutlich, dass den Bewohner hier einiges geboten wird ? und dieser Eindruck setzt sich im Inneren fort.

Dienstleistungen und Ausflüge

Hell und freundlich sind die funktionsfähigen Zimmer eingerichtet. Doch nach der gängigen Betreuung im Seniorenzentrum hört der Service im "Bremers Park" nicht auf. Auch Dienstleistungen wie Maniküre/Pediküre, Friseur, Schneider, Bibliothek, und Angebote wie Gedächtnistraining, Vorlesen Basteln, Gymnastik, Filmvorführungen und Konzerte gehören zum Service. Darüber hinaus werden verschiedene Ausflüge angeboten und es gibt jahreszeitliche Feste, wie zuletzt das Frühlingsfest. Hier konnten die Bewohner ihre eigene Osterdekoration mit Unterstützung der Beschäftigungstherapeuten gestalten. Ein kleiner Streichelzoo mit Junghäschen brachte bei Jung und Alt viel Freude.

"Der Mittelpunkt unseres Handelns ist der Mensch in seiner Ganzheitlichkeit", beschreibt der geschäftsführende Gesellschafter Thorsten Vlatten das Leitbild des Hauses. "Die Menschen, die sich unserem Haus anvertrauen, streben, wie jeder von uns, nach der Befriedigung der Grundbedürfnisse und einem Zustand der Harmonie zwischen den physischen, psychischen und sozialen Bereichen des Lebens."

So gibt es neben den vielen sozialen und gesellschaftlichen Angeboten im Seniorenzentrum "Am Bremers Park" ein Gesundheitszentrum mit einer physiotherapeutische Praxis, einer Arztpraxis, einer Beratungsstelle und einem Sanitätshaus. "Bewohner und Angehörige haben bei uns beispielsweise durch den Heimbeirat ein Mitbestimmungsrecht. Dies ist jetzt auch durch das neue Wohn- und Teilhabegesetz vorgeschrieben", weiß Vlatten.

Auch für die Zukunft stehen im Seniorenzentrum "Am Bremers Park" einige Projekte an. "Für die nächsten fünf Jahre haben wir einen so genannten Masterplan ausgearbeitet. Dieser beinhaltet unter anderem den weiteren Ausbau und die Optimierung der Versorgungsstrukturen, besonders auf medizinischer Ebene", erklärt Thorsten Vlatten. Darüber hinaus stehen eine Zusammenarbeit und wissenschaftliche Begleitung durch den Lehrstuhl für Palliativmedizin der Kölner Unikliniken sowie eine Verstärkung der Kooperationen vor Ort auf dem Plan. "Ganz wichtig ist uns bei allem was wir tun, dass der Mensch optimal versorgt wird und dass Vorurteile gegenüber Seniorenzentren abgebaut werden", so Vlatten.


 
 
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