
Siegerland, 27.08.2010 09:04 Uhr
Inzwischen legen sich 17 Millionen Menschen pro Jahr unters Messer, um ihr Aussehen verändern zu lassen. Die „International Society of Aesthetic Plastic Surgery" (ISAPS) hat in dieser Woche die Studie „ISAPS Biennial Global Survey" veröffentlicht. Das Ergebnis: mit 18,8 Prozent ist die Fettabsaugung der häufigste und beliebteste Eingriff in der ästhetischen Chirurgie.
Voreilige OP's statt Sport und Diät
Speckröllchen hier und da, ein Doppelkinn dort und zu dicke Oberschenkel – anstatt sich intensiv einer strengen Diät zu unterziehen und sich vor allem einfach mal mehr zu bewegen, überlassen sich immer mehr Menschen kurzerhand einer sogenannten Liposuktion (Fettabsaugung). Sicherlich sind manche Problemzonen mit noch so viel Sport nicht tot zu kriegen, allerdings entscheiden sich in den meisten Fällen viele Menschen kurzerhand zu einer OP ohne zuvor auch nur einmal intensiv versucht zu haben, auf natürlichem Wege abzunehmen. Die Ergebnisse der obigen Studie machen es deutlich: mit rund 20 Prozent liegt die Fettabsaugung inzwischen auf Platz eins der chirurgischen Eingriffe.
Neue Operationstechniken versprechen besseres Ergebnis und geringeres Risiko
Während früher eine langwierige Wundheilung und hohe Risikofaktoren mit einer Fettabsaugung verbunden waren, entwickeln sich die Techniken immer weiter und tragen zudem zu einem besseren und makelloseren Ergebnis bei. Die noch relativ junge „Nassabsaugung“ (Tumeszenz) verbessert die Ergebnisse deutlich, reduziert Risiken und geht meist in nur 2 Stunden über die Bühne.
Die Nassabsaugung (Tumeszenz)
Seit zirka acht Jahren wird die von Jeff Klein entwickelte Methode der Tumeszenz propagiert und die positiven Ergebnisse und geringen Risikofaktoren sorgen für ihre zunehmende Verbreitung. Dem Patienten werden große Mengen von Kochsalzlösung, Bicarbonat und Lokalanästhetikum in die Problemzonen gespritzt. Dadurch werden die Fettzellen aufgelöst und nach einer kurzen Einwirkzeit wird in 1 bis 3 mm dicken Kanülen unter örtlicher Betäubung das goldgelbe Fett abgesaugt. Mit dieser Methode können pro Operation bis zu 6 Liter Fett pro Problemzone abgesaugt werden und der größte Vorteil an dieser Methode ist, dass es dabei zu keinem nennenswerten Blutverlust kommt. Der Patient muss sich nach der Operation lediglich ausreichend bewegen, um die restliche Flüssigkeit loszuwerden und wird dabei anästhesiologisch überwacht. In den Tagen danach muss er ein spezielles Mieder tragen, damit die Haut die nötige Kompression bekommt und gut zusammenwächst. Bereits am Tag nach der Operation kann der Patient wieder nach Hause fahren und nach zwei bis drei Tagen ist er wieder fit genug, um zur zur Arbeit zu gehen. Neben der Reduzierung des Fettvolumens kann durch diese Methode zudem eine Hautstraffung erzielt werden, was bei keiner anderen Methode so gut zu erreichen ist.
Die Tumeszenz verspricht also ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann und die Zufriedenheit der Patienten verhelfen dieser Methode zu ihrer zunehmenden Verbreitung wie Beliebtheit. Zieht man eine derartige OP in Erwägung, möchte man natürlich auch wissen, was eine Fettabsaugung kosten soll. Gemäß der Erfarungswerte sollte man mit einer Summe von 1.200 bis 6.000 Euro rechnen. Die Kosten liegen je nach Körperregion, der abgesaugten Fettmenge und der jeweiligen Behandlungsmethode in diesem genannten Preisrahmen.
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