
Freudenberg, 12.02.2012 02:30 Uhr
Selten wurde ein "Tag der offenen Tür" so wörtlich verstanden: Beim ersten Patiententag erhielten die Besucher des Krankenhauses Bethesda Freudenberg Einblicke hinter die sonst verschlossenen OP-Türen sowie in die chirurgische Abteilung.
Während dieses ersten Patiententages referierte Chefarzt Dr. Patrick Sweeney (Unfall- und orthopädische Chirurgie) über künstliche Knie- und Hüftgelenke. Chefarzt Dr. Marius Passon (Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie) erläuterte die Möglichkeiten der Bauchchirurgie und schilderte Aktuelles aus der Gefäßchirurgie. Oberärztin Dr. Birgit Schulz (Unfall- und orthopädische Chirurgie) informierte über Knieoperationen durch das Schlüsselloch und schmerzhafte Schultern. Und auch wenn freiwillig niemand gerne in einen Operationssaal geht: An diesem Tag ließen sich die Teilnehmer im Anschluss an die Vorträge gerne durch zwei der vier OPs führen. Dort, wo sich der Patient normalerweise im Tiefschlaf befindet, demonstrierten die Ärzte, wie die Operationen ablaufen.
Vor allem Patienten, deren Operation kurz zurückliegt oder noch bevor steht, nutzten die Möglichkeit, um sich zu informieren. "Wir haben uns viel Zeit für jeden Einzelnen genommen und alle Fragen der Besucher geklärt", sagte Iris Kalke, OP-Leiterin. Doch die Ärzte und Angestellten beantworteten nicht nur Fragen, sondern sie nahmen auch Ängste: "Eine Besucherin hatte panische Angst vor einer Infektion mit MRSA, dem so genannten Krankenhauskeim. Ich habe sie zusammen mit unseren Hygienefachkräften zur Seite genommen. Wir haben ihr genau unsere Hygienemaßnahmen und den Risikobogen erklärt, womit die Infektionsgefahr in unserem Krankenhaus auf ein Minimum gesenkt wird", wusste Christiane Elsner, Pflegedienstleiterin im Bethesda.
Doch Chirurgie umfasst nicht nur die Operation. Gerade die anschließende Betreuung des Patienten ist ein wichtiger Baustein der Gesamtbehandlung. Daher unternahmen die Besucher einen Stationsrundgang. Die Physiotherapeuten erläuterten hier, wie Patienten schnell wieder auf die Beine kommen. Sozialarbeiterin Doris Fischer informierte über Reha-Maßnahmen nach dem Krankenhausaufenthalt. "Insgesamt ist die Veranstaltung bei allen Beteiligten sehr gut angekommen", bestätigte Kalke. Deshalb steht fest: Der erste Patiententag wird nicht der letzte gewesen sein.
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