
Hochsauerland, 18.12.2009 13:55 Uhr
Hochsauerlandkreis. Und das ausgerechnet kurz vor Weihnachten: Zwei neue Skandale verunsichern Deutschland. Foodwatch veröffentlicht eine neue Studie über Etikettenschwindel und die Spielzeugrichtlinie der Europäischen Union läßt in Spielwaren eine tausendmal höhere PAK-Konzentration als in Autoreifen zu.

Als Verbraucher weiß man allmählich sicher nicht mehr, was man noch unbedenklich kaufen, geschweige denn essen kann. Zuerst zum Kinderspielzeug: Für manche Autoreifen gibt es strengere Kontrollwerte als für Kinderspielzeug: Die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAKs) gehören zu den sogenannten Umweltchemikalien.
Laut dem Bundesinstitut für Risikobewerung stehen die PAKs im "begründeten Verdacht, das Erbgut zu verändern, Krebs zu erzeugen und die Fortpflanzung zu beeinträchtigen". Die EU prüft jetzt schärfere Gesetze. Beim Kauf sollten Kunden auf das freiwillige GS-Zeichen achten.
Außerdem Hände weg von allem, was komisch riecht. Und dann noch Ärger für die Lebensmittelindustrie, denen alles recht ist, um ihre Produkte zu verkaufen. Foodwatch kritisierte nun öffentlich die absichtliche Irreführung durch Rechentricks bei Prozentangaben. Als Beispiel nennt die Lebensmittelkontrolle hier das neue Produkt eines bekannten Herstellers: 75 Prozent Kakao in der Schokolade werden versprochen, der immense Zuckeranteil aber verschwiegen.
Tatsächlich enthält die dunkle Süßspeise laut Verbraucherorganisation Foodwatch aber nur einen Schokoladenanteil von 2,5 Prozent. Damit steckten in einem Becher nur 1,875 Prozent Kakao. Und solch ein Schwindel, so kurz vor Weihnachten.
Wie sehr ärgern Sie sich über solche Täuschungen und mangelnde Kontrollen? Was für Spielzeug kann man noch unbedenklich verschenken?
Welche Lebensmitteln noch unbedenklich essen?
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