
Netphen, 07.03.2010 01:30 Uhr
Tief durchatmen. Es ist 14.05 Uhr — die Sendung beginnt. Bei sieben Schülern der Grundschule Netphen ist die Aufregung besonders groß. Kein Wunder: Sie sind gleich im Radio.
"Dem Land Griechenland geht es schlecht, es ist pleite", beginnt Felix. Die Schüler der Grundschule Netphen lesen die Meldungen live vor, die sie vorher zusammen mit ihren Mitschülern aus den Klassen 4c und 4d ausgewählt und geschrieben hatten — ganz wie echte Radioprofis. Anstelle von normalem Unterricht machten die Schüler am Mittwoch einmal Radio. Zu Gast war nämlich das Team von Lilipuz. Die Live-Sendung wurde an diesem Tag nicht wie sonst aus der Grundschule gesendet. Moderatorin Nicole Vergin begrüßte die Schüler in der Eishalle des Sportparks Siegerland. Zusammen mit Sportreporter Peter Schwarz hatten sie schon am Vormittag fleißig ihre Runden auf dem Eis gedreht und das Schlittschuhlaufen geübt. Dazu gehörte nicht nur, sich auf den Kufen zu halten, ohne hinzufallen, sondern auch richtig zu bremsen. Das klappte bei den meisten ganz gut. Ein bisschen Übung auf den Schlittschuhen konnten sie auch gut gebrauchen, denn weiter ging es mit Eishockey. Schlittschuhlaufen und gleichzeitig mit dem Schläger den Puck kontrollieren — gar nicht so einfach.
"Das Eislaufen fand ich eigentlich ganz leicht, aber den Puck am Schläger zu behalten, ist ziemlich schwer", sagte Emma. Zum Eishockey gehörte natürlich auch eine Schutzausrüstung. Leonie, die schon länger im Verein als Torhüterin Eishockey spielt, hatte sogar ihre Eishockeyausrüstung mitgebracht und war am ganzen Körper gut gepolstert — so konnte nichts passieren. Bei einem Eishockeyspiel konnten die Schüler dann zeigen, was sie können. "Man muss gucken, wo der Puck hin will", war Leonies Erfolgsgeheimnis - "und richtig viel Training". Gerne weitertrainieren wollten auch ihre Mitschüler, denn denen hatte Eishockey viel Spaß gemacht. Die Radiosendung selbst zu gestalten, war für die Schüler der GGS Netphen wahnsinnig aufregend.
Was alles dazu gehört, lernten die Kinder vor der Live-Sendung. Schon zur zweiten Stunde war das WDR-Team angerückt, um den Kindern das Radiomachen näher zu bringen. Die Schüler konnten nur staunen, als sie die vielen Kabel, Knöpfe und Regler auf dem Pult im Auto vor der Schule sahen. Bei der Besichtigung des Ü-Wagens (Ü steht für Übertragung) lernten sie, wie viel Technik zu einer Radiosendung gehört. In der "Klickerwerkstatt" brachten die Nachrichten-Expertinnen einer Schülergruppe bei, wie man richtig Nachrichten "kocht" und welche "Zutaten" dazu gehören. Man nehme die wichtigsten Informationen, vermische sie alle in der richtigen Reihenfolge — und fertig ist die Meldung.
* Bitte halten Sie sich an die Netikette und vermeiden persönliche Anschuldigungen, Beleidigungen und Ähnliches. Verbreiten Sie außerdem keine Unwahrheiten, Vermutungen, Gerüchte sowie rufschädigende oder firmeninterne Informationen. Beachten Sie die Rechte Anderer und urheberrechlich geschützter Quellen. Bei rechtlichen Verstößen haften Sie in vollem Umfang. Aus diesem Grund sind wir gezwungen, Ihre IP-Adresse und Ihren Provider zu speichern. Mit dem Speichern Ihres Kommentars erklären Sie sich mit diesen Regelungen einverstanden.
- Die große Wochenzeitung im Sauerland