Großeinsatz: Feuer in Wohnhaus drohte sich auf das Nachbarhaus auszubreiten

Verletzte und rund 150.000 Euro Schaden nach Brand in Moosfelde

+
Insgesamt 90 Feuerwehrleute aus Arnsberg rückten dem Brand in einem Wohnhaus in Neheim-Moosfelde zuleibe.

Arnsberg-Moosfelde. Zu einem Wohnhausbrand am Ginsterwinkel in Moosfelde wurde die Feuerwehr war am späten Montagnachmittag gerufen. Dort quoll bereits Qualm aus der Wohnung. Es wurde Alarm ausgelöst und Kräfte der Wachen 1 und 2 sowie des Löschzugs Neheim, der Löschgruppe Voßwinkel, dem Fernmeldedienst, des Rettungsdienstes mit Notarzt aus Werl, des Rettungsdienstes der Stadt Arnsberg und dem Deutschen Roten Kreuz Arnsberg rückten zusammen mit dem Leitenden Notarzt aus.

Schon auf der Anfahrt der Kräfte wurde die Feuerwehr vorbildlich von Nachbarn auf den Straßen und Kreuzungen eingewiesen, schildert die Feuerwehr Arnsberg. Dies sparte den Kräften wertvolle Zeit bei der Erkundung und das Eingreifen der Feuerwehr konnte noch schneller erfolgen.

Bei Eintreffen der ersten Feuerwehreinheiten war schon eine massive Rauchentwicklung sichtbar. Umgehend gingen die Trupps unter schwerem Atemschutz im Gebäude zum Innenangriff vor. Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im Gebäude und hatten sich schon rechtzeitig vor dem Eintreffen der Wehr ins Freie gerettet. "Der 72-jährige Hausbesitzer konnte sich noch alleine aus dem Haus retten, wurde aber durch das Einatmen der Rauchgase verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Auch ein Nachbar, der noch versuchte zu löschen, atmete die Rauchgase ein und musste ebenfalls ins Krankenhaus. Beide wurden stationär aufgenommen. Fünf weitere Nachbarn wurden durch die Rauchgase leicht verletzt", so die Polizei.

Parallel zum Innenangriff der Feuerwehr wurde die Drehleiter in Stellung gebracht und eine Wasserversorgung aufgebaut. Zwischenzeitlich musste der Innenangriff zur Vorsicht der eigenen Kräfte eingestellt werden. Mit einem massiven Löschangriff über die Drehleiter und den rückwärtigen Bereich des Hauses wurde der Brand eingedämmt. Diese Maßnahmen zeigten schon nach kurzer Zeit einen gezielten Erfolg und die Löscharbeiten im Inneren konnten wieder aufgenommen werden.

Zwischenzeitlich musste das angrenzende Wohnhaus ebenfalls gekühlt werden, denn das Feuer hatte sich durch das Flachdach bereits auf ein Nebengebäude ausgebreitet. Schlimmeres konnte jedoch durch das schnelle Eingreifen der Kräfte aber verhindert werden, so die Feuerwehr weiter. Die Bereiche wurden anschließend gelüftet und das Flachdach im Bereich des Feuers geöffnet, um die Glutnester abzulöschen. Mit einer Wärmebildkamera wurden die Decken kontrolliert und gekühlt. Die Zwischendecke in Gebäude wurde ebenfalls geöffnet. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren zur Hauptzeit mit insgesamt 90 Einsatzkräften vor Ort.

UPDATE

Wie die Polizei zwischenzeitlich mitteilt, sei das Feuer nach den ersten Ermittlungen wohl beim Nachfüllen des Kamins entstanden. Dabei geriet der Teppich in Brand und die Flammen breiteten sich über den Türrahmen hoch bis zur Holzdecke aus. Der Sachschaden wird nach ersten Schätzungen auf rund 150.000 beziffert. Eine Befragung des Hausbesitzers zum genauen Hergang konnte aufgrund seines Gesundheitszustandes noch nicht erfolgen, so die Polizei. Ein Brandsachverständiger werde am heutigen Mittwoch das Haus noch begutachten. Die Polizei geht bei dem derzeitigen Ermittlungsstand von Fahrlässigkeit aus.

Kommentare