Gute Gespräche und Ausblick auf das Lutherjahr im Mittelpunkt

Neheimer Vereine begrüßen das neue Jahr

Zahlreiche Gäste hatten sich zum Neujahrsempfang der Vereine im Gemeindehaus der Christuskirche eingefunden, Pfarrer Udo Arnoldi (r.) und Klaus Humpe (3.v.l.) hielten Ansprachen. Foto: Gaby Decker

Neheim. Zum Neujahrsempfang der Neheimer Vereine begrüßte Pfarrer Udo Arnoldi im Namen des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Neheim zahlreiche Gäste. ...

Neheim.

Zum Neujahrsempfang der Neheimer Vereine begrüßte Pfarrer Udo Arnoldi im Namen des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Neheim zahlreiche Gäste. Vor einigen Jahren sei entschieden worden, die Christuskirche als Mittelpunkt der Gemeinde zu sehen und sie aufzuwerten. Daher sei das neue Gemeindehaus entstanden, das viel Vorteile für die Gemeinde habe und die Räumlichkeiten für solch eine Veranstaltung biete, erklärte Pfarrer Arnoldi in seiner Begrüßungsansprache.

Die Gäste, die entweder vom Gottesdienst den kurzen Weg in das Gemeindehaus herüberkamen oder sich direkt von zu Hause auf den Weg gemacht hatten, wurden direkt am Eingang gebeten, sich in das Gästebuch einzutragen. Gestärkt mit einem Glas Sekt wurden erste Gespräche untereinander geführt und Kontakte geknüpft, bevor Pfarrer Arnoldi zunächst die Evangelische Gemeinde Neheim mit wenigen Worten in ihrem geschichtlichen Kontext vorstellte. „Als Tochtergemeinde der evangelischen Kirchengemeinde Arnsberg gegründet, strömten im 19. Jahrhundert Protestanten aus dem Hessischen und dem Ruhrgebiet in das aufstrebende Neheim, das viele Arbeitsplätze in den neu gegründeten Fabriken bot“, erläuterte Arnoldi. Die Gemeinde habe immer schon von Menschen gelebt, die hierher gezogen und hier heimisch geworden seien.

Arnoldi wies auch darauf hin, dass die Gemeinde seit 15 Jahren schrumpfe und sich in einem schmerzhaften Anpassungsprozess befinde. „Seit knapp zwei Jahren stehen uns nur noch 1,5 Pfarrstellen zu. Pfarrerin Pakull wird unsere Gemeinde Ende des Monats verlassen und wir müssen in drei Wochen Abschied nehmen. Uns steht eine Zeit des Übergangs und der Vakanz bevor.“

Das Lutherjahr steht bevor und in der Christuskirche gibt es die erste Ausstellung dazu. „Here I stand. Martin Luther, die Reformation und die Folgen“ lautet der Titel. „Das Jahr des Jubiläums der Reformation ist auch der Grund, warum wir in diesem Jahr Gastgeber des Empfangs sind“, erklärte Pfarrer Arnoldi. „Es ist die Besinnung auf unsere Wurzeln.“

In Vertretung für die erkrankte stellvertretende Bürgermeisterin Rosemarie Goldner hielt Klaus Humpe (CDU) die Gastrede. In seinem Rückblick auf 2016 erinnerte er an Terrorakte, den Brexit, die Wahl von Donald Trump und den Krieg in Syrien. „Aber es gab auch Gutes im vergangenen Jahr“, machte Klaus Humpe dann doch wieder Mut. Zum Beispiel habe Barak Obama mit Kuba, Raul Castro, zum ersten Mal wieder Gespräche aufgenommen.

Im Hinblick auf das Wahljahr bat Humpe die Anwesenden von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. „Das Gebrüll am linken und rechten Rand bringt uns nicht weiter.Wenn wir Stellung beziehen, kann das Jahr 2017 zu einem guten Jahr werden.“

Ausblick 2017

26. März: Regierungspräsidentin Diana Ewert wird in der Christuskirche eine Kanzelrede halten zum Thema: 500 Jahre Reformation – 500 Jahre Bildungsbewegung.

18. Februar: Bundestagspräsident Norbert Lammert kommt nach Meschede: Reformation und Politik – Religion als persönliche und öffentliche Angelegenheit.

7. Juni: Pfarrer Jung und Pastor Schulte lesen Auszüge aus zwei zentralen Schriften von Martin Luther: „Von der Freiheit eines Christenmenschen“, und am 18. Oktober „Von der Gefangenschaft der Kirche“.

31. Oktober: Pfarrer, Professor und Kabarettist Okko Herlyn spricht zu dem Thema „Was wollten die Reformatoren? Was haben sie uns heute zu sagen?“

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