Marsberger Gymnasiasten simulieren die Europawahl

"Wer nicht wählt, lebt verkehrt"

Unter der Aufsicht von den Wahlhelfern Luzia Prümper und Lea Giller gab Johanna Dören ihre Stimme bei der Europa-Juniorwahl ab.

„Egal ob Spießer oder Bänker, ob Öko oder Nerd. Nur wer seine Stimme gibt, dessen Stimme wird gehört!“, so lautet einer der Raps zur Europawahl. Erstellt wurden diese Raps von den Schülern des Carolus-Magnus-Gymnasiums im Rahmen des bundesweiten Projekts „Juniorwahl 2014“, für das die Marsberger Europaschule ausgewählt wurde.

Während dieses Projekts wagten die Schüler der siebten und neunten Klasse auch selbst einen Schritt an die Urne, um ihre Stimme abzugeben. „Europaschule und Europawahl passen gut zusammen“, so Klaus Dropmann, Politiklehrer am Gymnasium Marsberg. Er hatte von dem Projekt gehört und sich in Kooperation mit den Kollegen Gert Ploghaus und Martin Kauder für die Teilnahme an der „Juniorwahl 2014“ beworben. Im Zusammenhang mit diesem Projekt haben sich die Schüler während des Politikunterrichts intensiv Europa, der EU und der Europawahl auseinandergesetzt und fanden die Vorbereitung gut. Neben den Raps haben sich die Schüler mit den EU-Mitgliedsstaaten beschäftigt. „Man hat Sachen erfahren, die man vorher nicht wusste“, so Siebtklässler Justus Dietz. Und auch den Wahlvorgang selbst erlebten die Schüler heute live. Wie bei der richtigen Europawahl bekamen die Schüler im Vorfeld von ihren Lehrern Wahlbenachrichtigungen ausgehändigt. Diese gaben sie bei den Wahlhelfern ab und nach Vorlage ihres Schülerausweises bekamen sie den original Europawahl-Wahlschein, den sie in einer Wahlkabine ausfüllten und in die Urne warfen. Diese Aktion kam bei den Schülern sehr gut an. „Es ist gut zu sehen, dass man weiß, wie es bei der richtigen Wahl abläuft“, findet die 13-jährige Aileen Willeke. Sie ist auch der Meinung, dass „man schon wählen gehen sollte“, aber dass es jedem selbst überlassen sei. „Jede Stimme zählt gleich“, so Sophie Jütte, 13 Jahre alt, und wenn man nicht wählen geht, „dann hat man nichts dafür getan, dass es besser wird“. Wenn die Schüler am heutigen Sonntag mitentscheiden dürften, dann würden sie es alle tun. Deswegen können sie auch nicht ganz nachvollziehen, warum manche Wähler ihr Wahlrecht nicht wahrnehmen. Sie sind sich alle einig: „Da wird dann schnell ein Kreuz gemacht, das ist nicht schwer, wär‘ doch gelacht. Denn wer nicht wählt, der lebt verkehrt, erst recht, wenn er sich noch beschwert.“ Wie die Wahl am Gymnasium Marsberg ausgeht, wird, wie bei der richtigen Europawahl, erst am Sonntag, 25. Mai um 18 Uhr bekannt gegeben. Dann haben Interessierte die Möglichkeit im Internet unter www.juniorwahl.de die Ergebnisse einzusehen.

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