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Immer der Mensch im Mittelpunkt

Brilon, 12.02.2012 02:15 Uhr

Verab­schiedet wurde die neue Satzung des Cari­tas­ver­bandes Brilon bereits in der letzten Vertre­ter­ver­samm­lung Ende Mai. Damit war ein Meilen­stein in der 65-jährigen Geschichte des Verbandes gelegt, der jetzt Konturen bekommen hat und ganz offi­ziell zum 1. Januar in Kraft getreten ist. Hiermit wurden nicht nur gesetz­liche Rahmen­be­din­gungen erfüllt, sondern auch der sozial­un­ter­neh­me­ri­schen Ausrich­tung des Verbandes Rech­nung getragen.

Gemäß den Vorgaben einer Mustersatzung für Orts- und Kreiscaritasverbände, die vom Caritasverband für das Erzbistum Paderborn verabschiedet wurde, ist die neue Satzung für den Caritasverband Brilon entstanden, die nun klare und transparentere Strukturen schafft. Zu den wesentlichen Änderungen im Zuge der neuen Satzung gehören unter anderem die Einführung eines neuen Aufsichtsgremiums "Caritasrat" und die Einsetzung eines hauptamtlichen Vorstandes. Ziel ist vorrangig, die Führung des Sozialunternehmens Caritasverband Brilon weiterhin auf eine zukunftsfähige Basis zu stellen. Dazu gehören sowohl die Weiterentwicklung der schon praktizierten sinnvollen Strukturelemente der freien Wirtschaft in der caritativen Arbeit als auch die Stärkung des christlichen Profils des Caritasverbandes Brilon. Weiterhin eine fundamentale Rolle wird das Ehrenamt spielen.

Zum neu gewählten Caritasrat gehören Heinz Hillebrand, Dr. Reinhold Döbbeler, Franz-Josef Leikop, Anita Buchheister, Annegret Schirm, Karl-Willi Hesse und Wilfried Fobbe. Vorsitzender ist Heinz Hillebrand, sein Stellvertreter Wilfried Fobbe. In der Sitzung des Caritasrates Ende November wurde der jetzige Geschäftsführer Heinz-Georg Eirund einstimmig zum hauptamtlichen Vorstand des Caritasverband Brilon gewählt. Die Amtszeit beträgt fünf Jahre. Der 51-jährige gebürtige Korbacher Heinz-Georg Eirund übernahm das Amt des Geschäftsführers zu Beginn des Jahres 2004 von Ulrich Keuthen, als dieser in den Ruhestand verabschiedet wurde. Eirund trat 1996 in die Reihen des Caritasverbandes Brilon ein, leitete unter anderem das Tagespflegehaus und den Dienst Essen auf Rädern, war verantwortlich für den Bereich der Organisations- und Personalentwicklung sowie für die interne und externe Öffentlichkeitsarbeit, bevor er in die Führungsetage wechselte.

In den vergangenen acht Jahren wuchs der Briloner Verband von 450 auf fast 850 Mitarbeiter und von 29 auf nun 45 Dienste und Einrichtungen. Investitionen in die Verbesserung der Struktur und Wohnqualität der Einrichtungen sowie der Organisationsstrukturen und Weiterentwicklungen - gerade auch konzeptioneller Art - prägten bisher seine Arbeit und die der Vorstandsmitglieder, immer mit dem Ziel, den Herausforderungen der Zeit in gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Hinsicht selbstbewusst und mit einem starken Caritasverband zu begegnen. Dabei habe ihm vor allem das Vertrauen und der Mut des Vorstandes aber auch der Mitarbeiter geholfen, diesen Weg mit ihm zu gehen, so Eirund in der Caritasrat-Sitzung.

Zwischen Wohlfahrt und Wirtschaftlichkeit

Mit der Einführung der Ökonomisierung in die soziale Landschaft mit vermehrtem Wettbewerbssituationen und hohem Kostendruck handelt der Caritasverband Brilon immer in einem Spagat zwischen Wohlfahrt und Wirtschaftlichkeit. Der Erhalt guter sozialer Dienstleistungen ist eine sozialpolitische Herausforderung für Caritasrat und Vorstand. Kürzungen der öffentlichen Mittel bedeuten oft auch höhere Belastungen der Mitarbeiter, die die Entwicklungen im Caritasverband mittragen. Hier besteht eine weitere Herausforderung, auch zukünftig motivierte Mitarbeiter mit hoher Fachlichkeit zu gewinnen. Heinz-Georg Eirund lud die Mitglieder des Caritasrates ein, gemeinsam Kräfte und Kompetenzen zu bündeln, um im Sinne einer lernenden Organisation gestärkt die richtigen und notwendigen Entscheidungen verantwortlich entwickeln und treffen zu können.

Als Vertreter wurde der jetzige stellvertretende Geschäftsführer und Fachbereichsleiter Zentrale Dienste 1 Burkhard Stappert bestellt. Pastor Ansgar Drees wurde vom Caritasrat einstimmig zum beratenden, nicht stimmberechtigten Priester vorgeschlagen. Seine Bestellung bedarf noch der Zustimmung des Paderborner Erzbischofs Hans-Josef Becker.

Der Caritasverband Brilon sieht sich auch in der neuen, noch unerprobten Struktur weiterhin vorrangig in der Verpflichtung, bei aller wirtschaftspolitischen Verantwortung als Erstes immer den Menschen im Blick zu haben - gemäß seinem eigenen Leitbild "Dem Menschen dienen".

 


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