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"Innenstadt stärken"

Brilon, 07.03.2010 01:30 Uhr

Das neue Einzel­han­dels­kon­zept für die Einkaufs­stadt Brilon wurde am Dienstag im Kolping­haus der Öffent­lich­keit präsen­tiert. Dazu begrüßte Bürger­meister Franz Schrewe neben Vertre­tern von IHK und Gewer­be­verein etwa 80 inter­es­sierte Bürger und Gewer­be­trei­bende.

Das Gutachten über den Zustand des Briloner Einzelhandels und die Perspektiven zur Weiterentwicklung stellten Peter Berger und Corinna Küpper von der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) vor.

Grundlage für das Gutachten bildete die Befragung von 54 der 251 Briloner Einzelhandelsbetriebe und ihrer Kunden sowie der Briloner Bürgerschaft. Außerdem wurde eine detaillierte Analyse der Gebäudenutzung und des Stadtbilds durchgeführt.

Ergebnis der Untersuchung ist die Empfehlung an die Stadtverwaltung, den "zentralen Versorgungsbereich Innenstadt" zu stärken. Einerseits müsse in die Einkaufsatmosphäre und eine bessere Nutzung der Immobilien der Fußgängerzone Bahnhofsstraße investiert werden, sodass der attraktive Stadtmittelpunkt Marktplatz um eine ebenso anziehende Einkaufsstraße erweitert werde. GMA-Vertreter Berger mahnte auch eine Neukonzipierung der jetzigen Parkfläche unter dem Volksbank-Center sowie eine Vereinheitlichung der Öffnungszeiten der innerstädtischen Ladenlokale an.

Die andere Seite des Plans zur Stärkung des Zentrums besteht aus der Empfehlung, "innenstadtrelevante Sortimente" (etwa Elektrowaren und Mode) zukünftig auch nur in der Innenstadt anzusiedeln. Die jüngeren Einzelhandelsmittelpunkte im Bereich der Keffelker und Möhnestraße seien für die Grundversorgung der Briloner Bürger wichtig, könnten aber die Innenstadt "ausbluten", wenn dort weiter Geschäfte eröffnet würden, deren Warenangebot auch geeignet wäre, Kunden in die Innenstadt zu ziehen.

Besonders diese Einschätzung fand bei den Anwesenden Resonanz. Bei der Diskussion wurde in diesem Zusammenhang Kritik an der Stadtverwaltung laut. Die Genehmigung eines neuen Sonderpostenmarktes außerhalb des "zentralen Versorgungsbereichs" passe nicht ins vorgestellte Einzelhandelskonzept.


 


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