
Kreis Olpe, 29.08.2010 01:45 Uhr
Künstler aus dem polnischen Otwock und Mitglieder des Künstlerbundes Südsauerland trafen sich erneut zu einem interkulturellen Meinungsaustausch.
Letzte Woche begrüßte Stefan Hundt, Bürgermeister der Stadt Lennestadt, die polnischen Gäste und ihre deutschen Kollegen im Hotel Laarmann in Kirchveischede. Er unterstrich die Bedeutung dieser freundschaftlich-kulturellen Begegnung, die nun zum wiederholten Male stattfinde und die Beziehungen beider Partnerstädte in vielerlei Hinsicht positiv befördere.
Die Vorsitzende des Künstlerbundes Marlies Backhaus freute sich, die polnischen Kollegen mit einem interessanten kulturellen Terminkalender überraschen zu können.
Der Start des viertägigen Besuchsprogramms galt den Schätzen der näheren Umgebung, dem Galileo Park der Sauerlandpyramiden auf dem alten Bergwerksgrundstück Siciliaschacht in Lennestadt Meggen. Die aktuellen Ausstellungen lieferten den polnischen Gästen wichtige Hinweise möglicher Präsentationskonzepte.
Danach informierten sich die Künstler in der Kunstschmiede von Gisela und Lothar Klute in Niedersorpe über die Glas- und Bronzeverarbeitung bei der Herstellung künstlerischer Objekte. Der darauf folgende Tag führte die Gruppe in die Landeshauptstadt Düsseldorf, wo man unter fachkundiger Führung unter anderem die Gehry-Bauten im Medienhafen, das imposante, lichtdurchflutete gläserne Düsseldorfer Stadttor, bekanntermaßen die Adresse der Ministerpräsidentin unseres Bundeslandes, und die Kunstsammlung NRW besichtigte.
Am Donnerstag stand das Siegener Museum für Gegenwartskunst mit einer Ausstellung des Minimal-Künstlers Hubert Kiecol auf dem Programm.
Dessen zufällige Anwesenheit eröffnete den Künstlern in einer Diskussion die authentische Darstellung seiner Arbeiten und Intentionen.
Anschließend präsentierte sich die IHK Siegen mit dem Konzept ihrer Galerie. Dort machten die Fotoarbeiten "Kühe in Reihen" der Künstlerin Barbara Christin die Gruppe mit der allen vertrauten Spezies näher bekannt.
Die außergewöhnliche Nutzung eines Bahnhofs zeigte sich den polnischen Künstlern in Kreuztal mit einer kleinen aber feinen Ausstellung der örtlichen Kunstszene. Der letzte Tag widmete sich erneut dem Thema "Wandlungen". Dazu ging es zur ehemaligen Raketenstation der Museumsinsel Hombroich in Neuss mit ihren verschiedenen Ausstellungspavillons inmitten einer renaturierten Landschaft. Die Abende in den heimischen Ateliers der deutschen Künstlerkollegen dienten der Gestaltung zukünftiger Begegnungen, die wie in den vorausgegangenen Jahren wieder Elemente praktischer Arbeit beinhalten sollen. Dafür wurden gemeinsame Arbeitsaufträge entwickelt, deren Ergebnisse beim zwanzigjährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft Lennestadt-Otwock präsentiert werden.
An den Veranststaltungen nahmen teil: Grzegorz Muczke, Kamila Bialkowska, Malgorzata Jablonska und Marta Syga. Die teilnehmenden Künstler des Künstlerbundes waren: Marlies Backhaus, Margret Berghoff, Gaby Hermann, Beate Herrmann, Rolf Kluge, Andreas Müller, Gaby Püttmann, Irmgard Schick, Friedel Schmidt, und Charlotte Stahl.
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