
Bestwig, 25.08.2010 16:30 Uhr
Während sich Ex-Fußball-Profi Theo Bücker zum Heimaturlaub in Bestwig aufhält, steht sein Handy nicht still. Der 62-jährige Trainer ist derzeit vereinslos. Aber dieser Zustand wird sicherlich nicht lange andauern. "Das Handy klingelt mehrmals am Tag. Nicht nur Angebote von Clubs, auch Nationalteams sind hier ein Thema", verrät Bücker.
Zu einem Meinungsaustausch traf er sich jetzt mit Spielerberater Ralf Bockstedte. Dabei ging es besonders um die Kontakte von Bücker in den Nahen Osten. Dort hat er lange Zeit Fußball gespielt und nach seiner aktiven Laufbahn erfolgreich Trainerstellen besetzt. Bis 1983 absolvierte der frühere Mittelfeldspieler 235 Bundesligapartien für Borussia Dortmund, den MSV Duisburg und Schalke 04. Auch arbeitete er als Trainer im Vorderen Orient. Vereinsmannschaften aus Saudi-Arabien und Kuwait führte der Sauerländer zu nationalen Titeln.
Theo Bücker begann seine Profikarriere bei Borussia Dortmund (1969 bis 1973), mit der er 1972 aus der Bundesliga abstieg. Nach einem Jahr in der zweiten Liga wechselte er zum Bundesligisten MSV Duisburg (1974 bis 1978). Dann verabschiedete er sich für einige Zeit aus dem Ruhrgebiet und spielte drei Jahre bei Al-Ittihad in Saudi-Arabien. Bücker kehrte noch einmal zurück nach Deutschland und stieg mit dem FC Schalke 04 in die Bundesliga auf. Nach dem Abstieg ein Jahr später klang seine aktive Karriere aus. Er erzielte für die Clubs insgesamt 64 Tore.
Seit den 80er Jahren hält sich der frühere Bestwiger im Nahen Osten auf. Als Trainer arbeitete er in Kuwait, Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Libanon. Mit Ismaily SC (Ägypten) erreichte er 2003 die Endspiele der CAF Champions League gegen den FC Enyimba aus Nigeria. Im Juni 2008 übernahm er die Stelle des Cheftrainers bei Al-Wahda in Saudi-Arabien.
Bückers Trainings-Methoden wurden in den Golfstaaten offenbar angenommen. Er selbst fühlte sich in der Region sehr wohl, trotzdem half er vor einigen Jahren mal kurzfristig beim Oberligisten SV Meppen aus. "Ein Freundschaftsdienst, den ich nicht hätte leisten sollen", meint er heute. Inzwischen spricht Theo Bücker arabisch und ist mit einer Libanesin verheiratet. Sie spricht mehrere Sprachen und unterstützt ihn damit sehr bei seiner Arbeit.
Seinen derzeitigen Aufenthalt in Deutschland nutzt Theo Bücker neben dem Besuch seiner Familie, um weitere fußballerische Kontakte zu knüpfen. Dabei ist er ständig über die aktuelle Fußball-Lage im Libanon, Dubai, Ägypten oder auch Jordanien informiert. "Ich warte jetzt noch die dortige Fastenzeit (Ramadan) ab und werde dann kurzfristig entscheiden, was ich machen werde."
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