
Arnsberg, 12.02.2012 02:16 Uhr
Eindeutig anzügliche Bemerkungen gegenüber minderjährigen Schülerinnen soll ein Jugendoffizier der Bundeswehr aus dem HSK kurz vor Weihnachten 2011via "Social Web" gemacht haben. Die Schülerinnen soll er aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit kennen gelernt haben. Derzeit laufen disziplinare Ermittlungen gegen den Beschuldigten.
Oberstleutnant Uwe Schmelzeis, Leiter der Informationsarbeit des Wehrbereichskommando II, nimmt im Sauerlandkurier Stellung zu den Vorwürfen gegen den Offizier. Demnach wurde der beschuldigte Soldat sofort nach Bekanntwerden aus seiner bisherigen Verwendung als Jugendoffizier herausgelöst und mit einer anderen Tätigkeit beauftragt, die mit einer erheblichen räumlichen Veränderung einherging. "Damit wurde sichergestellt, dass keine weiteren Einsätze an Schulen mehr erfolgten", so Schmelzeis. Er bestätigte: Derzeit laufen Ermittlungen gegen den Beschuldigten. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, werde gegen den Soldaten eine Disziplinarmaßnahme verhängt. Schmelzeis weiter: "Er wird bis zum Ende seiner Dienstzeit nicht mehr als Jugendoffizier eingesetzt werden."
Jugendoffiziere stehen der Öffentlichkeit als Experten zu sicherheits- und verteidigungspolitischen Fragestellungen zur Verfügung. Die Offiziere betrieben aber keine Nachwuchswerbung. Zum Umgang mit der jeweiligen Klientel gebe es keine expliziten Handlungsanweisungen, so der Pressesprecher.
Schwerpunkt der Tätigkeit liege im Bereich der Schulen, beginnend ab der 9. Klasse. Grundsätzlich stehen Jugendoffiziere aber allen interessierten Bürgern als Ansprechpartner zur Verfügung. "Die Jugendoffiziere wissen um ihr Auftreten als Repräsentanten der Bundeswehr und sind daher, wie alle Soldaten, dazu verpflichtet, mit ihrem Auftreten dem Ansehen der Bundeswehr keinen Schaden zuzufügen", so Schmelzeis.
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