Red-Bull-Sender von Dietrich Mateschitz

ServusTV stellt den Betrieb ein

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Red Bull stellt überraschend den Betrieb von Servus TV ein.

Wien - Red Bull stellt überraschend den Betrieb von Servus TV ein. Die Gründe nennt der Privatsender am Dienstag in einer Pressemitteilung. Wird der Sender zu Red Bull TV?

ServusTV ging im Oktober 2009 als Privatsender "mit hohem Anspruch an Qualität und Unterhaltung" an den Start, wie es in der Mitteilung heißt. Knapp sieben Jahre später kommt nun das Aus für den österreichischen Sender von Red-Bull- Boss Dietrich Mateschitz.

Der Grund: Servus TV ist für den Konzern ein Verlustgeschäft. Eine Besserung sei nicht in Sicht. "Obwohl wir Jahr für Jahr einen nahezu dreistelligen Millionenbetrag in Servus TV investiert haben, lässt sieben Jahre nach Einführung die aktuelle Markt- und Wettbewerbssituation keine wirklich positive Entwicklung erwarten. Der Sender ist daher für unser Unternehmen wirtschaftlich untragbar geworden."

Wie die Kommunaktionsleitung des Senders mitteilt, sei die Schließung ein aus betriebswirtschaftlicher Sicht gebotener Schritt: "Wir haben uns der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Geschäftsmannes entsprechend entschlossen, den Betrieb von ServusTV einzustellen." Zudem neige sich die Zeit der klassischen TV-Sender ihrem Ende zu: "Die Veränderungen am globalen Medienmarkt bestärken uns in dieser Entscheidung, weil digitale Angebote die klassischen, linearen Programme verdrängen."

Noch unklar, wann ServusTV abgeschaltet wird

Servus TV befindet sich im Besitz der Red Bull Media House GmbH, einer Tochterfirma der Red Bull GmbH. Der österreichische Privatsender ist europaweit unverschlüsselt via Astra-Satellit zu empfangen. Zudem ist der Sender in mehreren deutschen digitalen Kabelnetzen zu empfangen. Größter Erfolg in der Geschichte von Servus TV war die Übertragung des Fallschirmsprung von Felix Baumgartner aus der Stratosphäre. Am 14. Oktober 2012 schalteten bis zu 500.000 Zuschauer ein. Für den Privatsender eine Traumquote.

Wann der Sender genau abgeschaltet wird, steht noch nicht fest. Der Sendebetrieb bis auf Weiteres uneingeschränkt weiterlaufen. Das Printmagazin Servus in Stadt und Land soll allerdings weiterhin erscheinen.

Wird Servus TV zu Red Bull TV?

Wie die österreichische "Kleine Zeitung" spekuliert, könnte es sich bei der geplanten Abschaltung von ServusTV um einen PR-Coup handeln. "So könnte Servus TV etwa einfach zum lange geplanten Red Bull TV werden."

Immerhin habe Servus TV vor kurzem erst zusätzliche Übertragungsrechte eingekauft. "So sicherte man sich etwa erst heuer die Übertragungsrechte an den Rennen der Moto GP-Klasse und hat auch jene an der Eishockeyliga EBEL jüngst verlängert." Für die "Kleine Zeitung" steht daher fest: "Noch sollte der Sender in Fuschl am See nicht abgeschrieben werden..."

fro

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