Dritte Staffel der Castingshow

"The Voice": Hühnerhaut und zu viel Jury

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Auf dieser Bühne treten die Kandidaten von "The Voice of Germany" auf.

Berlin - Am Donnerstagabend startete die dritte Staffel von "The Voice of Germany". ProSieben zeigte ein altbewährtes Konzept, neue Gesichter, aufgedrehte Juroren - und viele "Hühnerhaut"-Momente.

Am Donnerstagabend startete die dritte Staffel von "The Voice of Germany" auf ProSieben - und schnell wurde klar: Auch im dritten Jahr geht es bei "The Voice" in erster Linie um die Stimme. In der ersten Runde, den sogenannten "Blind Auditions", haben rund 150 Kandidaten die Möglichkeit, die Jury mit ihrer Stimme zu überzeugen. Die vier Juroren sitzen mit dem Rücken zu den Kandidaten in ihren altbewährten Drehstühlen, die sich per Buzzer-Druck drehen. Das Äußere der Teilnehmer soll bei der Beurteilung keine Rolle spielen. Neu bei "The Voice of Germany" ist, dass einige Kandidaten während ihrer Auftritte auch den Zuschauern nicht gezeigt werden.

Samu Haber prägte bei "The Voice" den Begriff "Hühnerhaut"

In der Jury gibt es diesmal zwei neue Gesichter. Rea Garvey und Xavier Naidoo sind raus - stattdessen wirken nun der Stuttgarter Rapper Max Herre und der Finne Samu Haber ("Sunrise Avenue") neben Nena und Boss Hoss als Coaches bei "The Voice" mit. Letzterer, das blonde Nordlicht mit der Kuschelstimme, versteht wenig Deutsch, spricht mit finnischem Akzent - und spürt schon in der ersten Show ganz viel "Hühnerhaut".

Bloßstellung, wie man sie aus diversen anderen Castingshows kennt, gibt es bei "The Voice of Germany" nicht. Dafür sorgen die Vor-Castings, in denen bereits das Weizen vom Spreu getrennt wird. Bei "The Voice" gibt es auch überwiegend positive Überraschungen. So erlebte man es am Donnerstagabend auch bei Kandidat Andreas aus Bayern: Der 27-Jährige mit Halbglatze, rotem fusseligem Bart und Karohemd überzeugte mit einem Elton-John-Song auf ganzer Linie. Die Juroren verneigten sich vor ihm und stürmten auf die Bühne, die Zuschauer forderten eine Zugabe - ein wahrer "Hühnerhaut"-Moment.

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Im Mittelpunkt der Sendung stehen allerdings nicht die zweifelsohne begabten Kandidaten, sondern die Coaches. Die stellen sich richtig zur Schau, tanzen auf den Drehstühlen und werfen sich vor den Teilnehmern auf den Boden. Da gehen die Auftritte der Kandidaten und die zugehörigen Hintergrundberichte fast ein wenig unter.

msa

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