
Hallenberg, 01.09.2010 02:00 Uhr
Gut 2000 Gäste besuchten in diesem Jahr die Gottesdienste in niederländischer Sprache von Pfarrer Pieter Wiekeraad in Hallenberg und Medebach. Jeweils von Anfang Juli bis zum letzten Wochenende im August finden sich sonntagabends die Urlauber im neu gestalteten evangelischen Gemeindezentrum in Hallenberg ein. In Medebach bietet Wiekeraad außerdem weitere vier Vormittagsgottesdienste für seine Landsleute an.
Bereits seit 24 Jahren feiert Pfarrer Pieter Wiekeraad die Gottesdienste in niederländischer Sprache in Deutschland. Während im ersten Jahr dieser Arbeit die Gottesdienste noch in verschiedenen Gemeinden im Dekanat angeboten wurden, konzentrierte man sich bereits ein Jahr später auf Hallenberg und Medebach. Es sei einfacher, in den Niederlanden die Menschen zu informieren, wenn es immer dieselbe Adresse sei, an der man sich trifft und man nicht wöchentlich woanders zum Gottesdienst fahren müsse, erklärte Pieter Wiekeraad am vergangenen Sonntagabend. Touristische Tipps der Gegend tauschen die vielen niederländischen Urlauber bei den offenen Abenden aus, die Wiekeraads an vier bis fünf Abenden pro Saison anbieten, außerdem geht das Ehepaar jährlich auf eine Exkursion mit interessierten Urlaubern. Diese führte in diesem Jahr in das kleine Hugenottendorf Wiesenfeld in Hessen. Zum Saisonende am vergangenen Sonntagabend überreichte Pfarrer Wiekeraad nun die gesammelte Kollekte aus den niederländischen Gottesdiensten gemeinsam mit Pfarrer Dr. Uwe Buß von der evangelischen Kirchengemeinde in Hallenberg und Bromskirchen, Pfarrer Uwe J. Steinmann von der evangelischen Kirchengemeinde Medebach sowie dem Präses des Dekanates Biedenkopf Frank Schmitt zur Bestimmung an die Organisation "Kerken in Aktie" in Utrecht. Die Summe von 2122,30 Euro wird nach Südamerika gehen. Ein Erdbeben hatte Anfang dieses Jahres in Chile zerstörerisch gewütet und viele Gebäude zerstört. In dem kleinen Ort Tomé soll damit der Wiederaufbau der evangelischen Kirche unterstützt werden. Pfarrer Buß und sein Kollege Steinmann sowie Präses Schmitt nutzten am Ende des Gottesdienstes die Gelegenheit, neben dem Ehepaar Wiekeraad auch Küster Karl Seibel für seinen unermüdlichen Einsatz sowie den zahlreichen Helfern im Hintergrund für ihr Mithelfen zum Gelingen dieser Gottesdienste mit einem kleinen Präsent zu danken. Der Abschlussabend wurde in diesem Jahr vom Chor der freien evangelischen und der evangelischen freikirchlichen Gemeinden Frankenberg musikalisch gestaltet.
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