
Siegen, 01.09.2010 01:45 Uhr
Die Planung für die Zukunft der Stadt Siegen steht: Die Stadtverwaltung rund um Bürgermeister Steffen Mues stellte am Montag das neue "Integrierte Handlungskonzept Innenstadt" vor, das nicht nur die Umgestaltung des Bereichs Siegplatte im Rahmen der Regionale 2013 beinhaltet, sondern insgesamt 162 Einzelmaßnahmen, die die Stadt deutlich aufwerten sollen.
Das Konzept, das den Rahmenplan Siegen-Mitte aus dem Jahr 1991 ablöst, beschreibt die Projekte, die bis etwa 2020 ? so hat es sich die Verwaltung vorgenommen ? umgesetzt werden sollen. Ein Schwerpunkt der Maßnahmen liege im Bereich der Imagesteigerung und der Erhöhung der Aufenthaltsqualität im Innenstadtbereich, erklärte Siegens Bürgermeister. "Außerdem sollen sich die Bürger besser mit der Stadt identifizieren können", so Mues. Deshalb wurden diese im Vorfeld auch aktiv in den Prozess eingebunden, zum Beispiel durch Befragungen.
Die Freilegung der Sieg, der Umzug eines Fachbereichs der Universität in das Untere Schloss oder auch die Sanierung des Lokschuppengebäudes sind sicherlich die größten Projekte, die sich die Stadt vorgenommen hat. Allerdings sollen auch "kleinere" Maßnahmen, wie die Erneuerung von Straßen, die Umgestaltung von Grünflächen, der Ausbau des Parkplatzangebots oder auch die Erarbeitung eines Radwegekonzepts, zur Verbesserung des Lebensumfeldes in Siegen beitragen.
Neben den einzelnen Handlungspunkten, die sich auf die acht Bereiche Regionale, Stadtgestaltung, Verkehr, Grün, Wohnen, Einzelhandel/Gewerbe/Dienstleistungen, Kultur/Freizeit/Tourismus und Bildung/Integration/Soziales beziehen, beinhaltet der Entwurf auch den Ist-Zustand Siegens samt Stärken und Schwächen.
Die Regionale 2013 als Strukturprogramm des Landes sei "Fundament und Katalysator" des neuen Handlungskonzepts gewesen, sagte Steffen Mues. Schließlich sei solch ein Entwurf eine Voraussetzung für den dritten Regionale-Stern und somit für die Bewilligung der Fördermittel für das Projekt "Zu neuen Ufern". Weiterhin wichtig sei, dass die entsprechenden Anträge für die Förderung noch in diesem Jahr eingereicht werden. Entsprechend eng ist auch der Zeitplan: Nachdem diverse städtische Gremien getagt haben, soll bereits im Oktober der Rat der Stadt Siegen das Konzept absegnen.
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