EM 2016: Ein Überblick

Vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 findet in Frankreich die 15. Fußball-Europameisterschaft statt. 24 Teams werden in insgesamt 51 Turnier-Partien um den Titel kämpfen – so viele wie noch nie. Ein kurzer Überblick.

Frankreich bereits gerüstet 

Für die EM 2016 wurden in Frankreich zehn Stadien renoviert und fünf komplett neu gebaut. Das größte unter ihnen ist das Stade de France in Saint-Denis nördlich von Paris. Hier werden der Auftakt am 10. Juni und auch das Finale am 10. Juli ausgetragen, wie bereits 1998, als die "Équipe Tricolore" im Stade de France Weltmeister wurde. Zuletzt hat es das Stadion im November 2015 jedoch zu trauriger Bekanntheit gebracht, als es während eines deutsch-französischen Freundschaftsspiels zu drei Detonationen in unmittelbarer Nähe kam. Damit bei der EM 2016 alles reibungslos verläuft und die 2,5 Millionen Fußballfans bestmöglich geschützt werden, hat Frankreich verschärfte Sicherheitsmaßnahmen geplant. Darunter fallen unter anderem eine verbesserte Videoüberwachung in und um die Stadien sowie die Einführung einer dritten Abtastkontrolle. An den zehn Austragungsorten Paris, Saint-Denis, Lyon, Marseille, Nizza, Lille, Lens, Bordeaux, Saint-Etienne und Toulouse werden teilweise bis zu 100.000 Menschen erwartet. 

Neue Regeln auf dem Platz 

18 Schiedsrichter samt Assistenten bereiten sich derzeit auf das große Turnier vor. Insgesamt wurden von der IFAB (International Football Association Board) 95 kleine und große Änderungen beschlossen. Zum ersten Mal findet zum Beispiel die Torlinientechnik "Hawk-Eye" bei einer EM Anwendung. Dabei wird der Schiedsrichter bei der Torentscheidung von Kameras unterstützt: Sobald ein Ball im Tor ist, erhält er ein Signal auf seiner Armbanduhr. Zusätzlich befinden sich zwei Schiedsrichter an den Torlinien. Weitere Änderungen sind die Modifizierung der Dreifachbestrafung bei Notbremsen im Strafraum sowie ein Verbot des Abstoppens beim Anlauf zum Elfmeter. 

Die ersten Gruppengegner der deutschen Elf 

Deutschland als Gewinner der Weltmeisterschaft 2014 gilt auch als Favorit für die EM 2016 und wird von vielen Teams aufgrund seiner Spielstärke und Taktik gefürchtet. Zuerst tritt sie am 12. Juni gegen die Ukraine an; am 16. Juni folgt ein Spiel gegen Polen und am 21. Juni das letzte Gruppenspiel gegen Nordirland. 

Trikots und Schuhe 

Klare Nummer 1 bei der Ausstattung der Spieler mit EM-Trikots ist Adidas (9 Nationen), gefolgt von Nike (6 Nationen) und Puma (5 Nationen). Adidas ist bereits seit vielen Jahren Partner der deutschen Nationalelf, welche auch 2016 in weißen Heimtrikots auflaufen wird. Auch bei den Schuhen sind die bekanntesten Sportartikelmarken ganz vorn im Rennen. Die Puma evoPOWER Tricks wurden bereits im April 2016 vorgestellt. Diese Fußballschuhe trägt etwa der italienische Torwart Gianluigi Buffon. Robert Lewandowski bevorzugt die Nike Hypervenom Phantom II2, während Cristiano Ronaldo auf die Next-Gen Nike Mercurial Superflies setzt. Viele Marken-Fußballschuhe sind in Shops wie Intersport erhältlich. 

Sponsoren 

Große Sportereignisse sind immer auch ein Schaulaufen der Sportartikelhersteller und zahlreicher anderer Sponsoren, die die EM für umfangreiche Werbezwecke nutzen. Insgesamt gibt es dieses Mal 10 internationale Sponsoren wie Coca-Cola, Adidas oder McDonald's und 6 nationale Sponsoren, darunter das Postunternehmen La Poste und die Staatliche Eisenbahngesellschaft Frankreichs (SNCF). Das Geschäft mit den Sponsoren hat auch direkte Auswirkungen auf die Zuschauer: So dürfen zum Beispiel keine Artikel mit ins Stadion genommen werden, die großflächig andere Marken abbilden. 

Bildrechte: Flickr Euro 2016: il Sorteggio dei Gironi in Diretta LIVE dale 18 Nazionale Calcio CC BY 2.0 EM2016 Bestimmte Rechte vorbehalten

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