EM 2016: Bastian Schweinsteigers Uhr tickt!

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Wird der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft rechtzeitig für das Turnier in Frankreich fit?

Die Europameisterschaft in Frankreich kommt mit großen Schritten näher. Knappe drei Wochen fehlen noch bis zum Anpfiff des Eröffnungsspiels zwischen Gastgeber Frankreich und Rumänien.

Die vorläufigen Kader der EM-Teilnehmer wurden benannt und die Vorbereitungen bei den Verantwortlichen laufen auf Hochtouren. Viele Fans und Spieler können den Start des Großereignisses kaum abwarten. Für manch angeschlagenen Spieler ist es aber ein Lauf gegen die Zeit. Nationalmannschaftskapitän Bastian Schweinsteiger ist einer von ihnen. Bundestrainer Joachim Löw Macht unmissverständlich klar, wie er die Situation sieht. Bild: Wird der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft rechtzeitig für das Turnier in Frankreich fit? Bildquelle: AGIF – 204783898 / Shutterstock.com Title: Bastian Schweinsteiger ALT-TAG: Nationalmannschaftskapitän Bastian Schweinsteiger und Teamkollege Lukas Podolski mit WM-Pokal

Bei der Vorstellung des vorläufigen Kaders der Nationalmannschaft für die in ca. drei Wochen beginnende Europameisterschaft in Frankreich kam es wie erwartet zu einigen überraschenden Nominierungen. Vorhersehbar war jedoch die Berufung des aus einer langen Leidenszeit kommenden Nationalmannschaftskapitäns Bastian Schweinsteiger. Doch die Nominierung ging nicht ohne eine deutliche Ansage seitens des Bundestrainers in Richtung seines Spielführers vonstatten. Joachim Löw machte unmissverständlich klar: „Man muss sehen, wann er ins Training mit der Mannschaft einsteigen kann. Wir haben die Aufgabe, ihn an die Mannschaft heranzuführen." Er sei vorsichtig optimistisch, sagte Löw, schließlich stünde der Kapitän „unter voller Belastung" im Lauftraining.


Nachdem sich Bastian Schweinsteiger während der letzten Saison zwei Innenbandverletzungen zugezogen hatte, arbeitet er zurzeit fieberhaft an einem Comeback für die Europameisterschaft. Sein letztes Länderspiel datiert aus Mitte November des vergangenen Jahres. Bis zur endgültigen Kaderbenennung am 31. Mai besitzt der Bundestrainer noch die Gelegenheit, die Fitness und Einsatzfähigkeit seines Kapitäns voll auszutesten, bevor eine Entscheidung vonnöten ist. Über die Bedeutung des Finalhelden von Brasilien für die Mannschaft herrscht weitgehend Einigkeit unter den Experten. Daher ist sich ein Sportexperte von wetten.eu sicher: „Der Einsatz von Bastian Schweinsteiger ist von hoher Bedeutung für die gesamte Mannschaft.“

Die Kapitänsfrage stellt sich nicht – noch nicht 

Noch sei es völlig unnötig, die Frage nach einem neuen Kapitän zu stellen, solange über das Schicksal des derzeitigen Nationalmannschaftskapitäns nicht entschieden ist, so ließ Joachim Löw es verlauten. Doch auch dem Bundestrainer ist bewusst, dass diese Frage schneller aufkeimen könnte, als ihm lieb sein dürfte. An exzellenten und erfahrenen Spielern mangelt es allerdings nicht. Doch wer besitzt auch die nötige selbstbewusste und starke Persönlichkeit, um die DFB-Elf als Anführer zum erhofften EM-Titel zu führen? Eine kleine Prognose:

 
  • Manuel Neuer – Die auf den ersten Blick sinnigste Option wäre, Torwart Manuel Neuer zum Kapitän zu ernennen. Mit 30 Jahren und beeindruckenden 64 Länderspielen besitzt der beliebte Torwart das perfekte Alter und verfügt über genügend Erfahrung.
  • Mats Hummels – Der Innenverteidiger mit 46 absolvierten Länderspielen besitzt eine einzigartige Spieleröffnung und -intelligenz. Mats Hummels ist ebenfalls für seine klaren Aussagen auf und außerhalb des Platzes bekannt und wird auch innerhalb der Mannschaft respektiert. Allerdings könnte sein bevorstehender Wechsel zum FC Bayern München ihn zu sehr beschäftigen. 
  • Mesut Özil – Der Mittelfeldstratege von Arsenal London genießt eine hohe Wertschätzung des Bundestrainers. Zusätzlich hat er schon 72 Länderspiele auf dem Buckel. Nur seine eher ruhigere Art könnte ihm eventuell im Wege stehen.
  • Thomas Müller – Der Torgarant mit den dünnen Beinen ist bei Fans und Medienvertretern gleichermaßen beliebt. Der Publikumsliebling bringt es mittlerweile zu 70 Einsätzen im Dress der Nationalmannschaft und hat seinen Stammplatz sicher. Ein klassischer Kapitän ist er aber eher nicht, auch weil man sich einen Thomas Müller, der seine Mitspieler zusammenstaucht, kaum vorstellen kann.

Ersatz ist vorhanden

Sollte der Ausfall des Kapitäns Realität werden, besitzt der Teamchef verschiedene Ersatzalternativen, was anhand der Kaderzusammenstellung deutlich wird. Mit den beiden Neulingen Joshua Kimmich vom FC Bayern München und Julian Weigl von Borussia Dortmund befinden sich gleich zwei Youngster im Aufgebot, die die Position von Bastian Schweinsteiger eins zu eins übernehmen könnten. Fußballerisch sind die beiden Neuen mehr als talentiert und voraussichtlich die Zukunft in der deutschen Nationalmannschaft. Im Teamgefüge würde dem Bundestrainer aber ein wichtiger Baustein fehlen. Problematisch wäre speziell der Verlust der Persönlichkeit und der immensen Erfahrung des noch aktuellen Kapitäns. Wer erinnert sich nicht an den blutenden und bis zur totalen Erschöpfung aufopfernden Schweinsteiger, der 2014 am Ende des Turniers in Brasilien den Weltmeisterpokal mit Tränen in den Augen in die Höhe streckte? 

Bildquelle: AGIF – 204783898 / Shutterstock.com

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