German Accelerator – Deutschen StartUps den Sprung ins Valley ermöglichen

Der Eintritt in den US-Markt mit alle seinen Herausforderungen steht im Fokus des Förderprogramms German Accelerator, das insbesondere für Start-ups der IT-Szene vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie initiiert wurde. Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt nach einer Bewerbung, denn für die jungen Unternehmen eröffnen sich enorme Chancen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums

Das im Jahr 2011 ins Leben gerufene Förderprogramm German Accelerator streicht in diesem Jahr den Zusatz "Silicon Valley", denn erstmals werden die ausgewählten Start-ups ihren mindestens drei Monate dauernden Aufenthalt nicht ausschließlich in der ausgemachten IT-Schmiede Silicon Valley oder in San Francisco verbringen. Ein dritter Standort in New York steht nun ebenfalls offen, sodass sich vier der 16 Gewinner auf interessante Gespräche und hochkarätige Kontakte im Big Apple freuen können. Das Programm umfasst neben gezielten Workshops und Seminaren zu den besonderen Rechtsverhältnissen und Marktgegebenheiten in den USA auch gezielte Coachings durch kompetente Mentoren und Finanzierungsrunden mit Venture Capital Gesellschaften. 

Bewerbungsrunde 2014 abgeschlossen

Mehr als 250 Bewerbungen gingen seit Aufnahme des Förderprogramms im Jahr 2011 ein, 40 Teilnehmer konnten bisher davon profitieren. In einem intensiven Prüfverfahren werden die Geschäftsmodelle der Start-ups aus dem Bereich Informations- und Kommunikations-Technologie insbesondere auf ihre Eignung für den US-Markt bewertet. Die Vielfalt der Geschäftsfelder ist beeindruckend, denn sie reicht von Online-Portalen zur interaktiven Weiterbildung über Plagiats-Prüf-Software bis hin zu Test-Plattformen für neue Webseiten oder Apps. Drei Beispiele sollen aufzeigen, dass junge deutsche IT-Unternehmen durchaus eine internationale Chance haben, die sie mit diesem Förderprogramm optimal nutzen können.

MapCase - mit Wettbewerb mehr Spaß beim Sport

Die GPS-Tracking-App von MapCase eröffnet den Nutzern nicht nur die Dokumentation der eigenen Leistung bei den verschiedensten Outdoor-Aktivitäten, sie bietet die Möglichkeit, sich dem Wettbewerb mit anderen Nutzern zu stellen. Mit gesetzten Marken und Zielen, die bei Erreichen Punkte oder Preise bringen, werden immer mehr Nutzer dazu angeregt, sich in der Natur zu bewegen und aktiv zu werden. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille, denn auch die lokalen Unternehmen in den der jeweiligen Region können optimal profitieren: So können zum Beispiel Sporthersteller ihre Werbung platzieren, Hotels ihre Gäste auf interessante Routen schicken und Preise ausloben oder das Café im Ort beim Erreichen festgelegter Ziele auf Kaffee und Kuchen einladen, indem die Prämie für den Erfolg als Gutschein vergeben wird. Die Anwendungen sind äußerst vielfältig und kreativ, der US-amerikanische Markt darf gespannt sein.

LUUV - gestochen scharfe Bilder für alle, die in Bewegung sind

Mit dem revolutionären Kamerastativ von LUUV lassen sich Bilder generieren, die im Normalfall verwackelt oder unscharf ausfallen würden. Einfach zu montieren und mit einer Hand zu bedienen - so stellt sich die neue Technologie allen Interessierten vor. Mit einem einzigartigen und vor allem robusten Design sorgt das Kamerastativ bei jedem Wetter und unter allen Bedingungen für neue Perspektiven und Bilder, die bisher nicht möglich waren. Damit wird der Markt der abenteuerlustigen Outdoor-Aktivisten effektiv bedient, denn besondere Erlebnisse und Erfolge können jetzt authentisch im Bild festgehalten werden. LUUV hat sich mit dieser herausragenden Entwicklung für einen Platz im German Accelerator-Programm empfohlen und dürfte auch in den USA für viel Begeisterung sorgen.

TradeMachines - mit Übersicht direkt zur gesuchten Maschine

Das erst im Oktober 2013 gegründete Berliner Start-up-Unternehmen TradeMachines fasst auf seiner Online-Plattform die Auktionsangebote renommierter Industrieverwerter zusammen, um Interessenten einen effektiven Zugang zu ermöglichen. So müssen Unternehmen, die auf der Suche nach einer gebrauchten Maschine oder Anlage sind, nicht mehr diverse Webseiten in den verschiedensten Sprachen konsultieren, sie finden auf TradeMachines das gesamte auch international zur Versteigerung anstehende Sortiment gut aufbereitet vor. Von den nationalen und internationalen Auktionshäusern, die teilweise auf eine lange Tradition zurückblicken, wird das Angebot schon heute sehr gut angenommen, denn eine Verlinkung zu TradeMachines garantiert größere Besucherzahlen für die eigene Webseite. Da insbesondere im nordamerikanischen Raum Versteigerungen ein sehr beliebtes Instrument zur Verwertung sind, dürfte TradeMachines auf offene Ohren im Silicon Valley stoßen.

Was erwartet die Gewinner?

Wie es Karsten Wysk von MobileBits, die im letzten Jahr Teilnehmer waren, auf den Punkt brachte, können die deutschen Start-ups durchaus mit "ganz konkreten Deals" rechnen. Die Gespräche mit Venture Capital Gesellschaften und ähnlich ausgerichteten Unternehmen hätten die eigene Position gestärkt und das Networking deutlicher in den Vordergrund gestellt. Für die diesjährigen Teilnehmer des German Accelerator-Programms bleibt nun zu wünschen, dass sie sich optimale Voraussetzungen für einen gelungen Markteintritt in den USA schaffen können.

Kommentare